Christoph Weigel : Mesopotamiae, Assyriae, et Babyloniae Tabula (1720)

 

Original altkolorierter Kupferstich von Johann David Köhler aus dem Werk "Descriptio Orbis Antiqui : in XLIV Tabulis", verlegt bei Christoph Weigel um 1720.

Die Geschichtskarte zeigt Mesopotamien, Babylonien und das Assyrische Reich in biblischer Zeit, das heutige Syrien, Irak und Iran.

Kartentitel unten mittig "Mesopotamiae, Assyriae, et Babyloniae Tabula : cum priv. S. Caes. Maj. / per C. Weigelium".

Unten links Insetkarte zur Lage des Paradieses auf Erden " De Situ Paradisi Sententiae celebriores ex repraesentatione I. C. Sturmio ".

Daneben herrliche Abbildung des Turmbaus von Babel.

Oben links dekorative Münzen und Medaillen.

Vgl.
Hagen, Friedrich von, Nürnberger Verleger kartographischer Produkte vom späten 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.
In: Diefenbacher/Heinz/Bach/Bach-Damaskinos (Hrsg.), "auserlesene und allerneueste Landkarten". Der Verlag Homann in Nürnberg 1702-1848. Stadtarchiv Nürnberg. Stadtmuseum Fembohaus. Nürnberg 2002, S. 52.

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Weigel, Christoph

Maßstab : [Ca. 1:3.800.000]

Erschienen: Norimbergae//Nürnberg, [1720]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 39 x 30 cm

Größe des Blattes: 47,5 x 38 cm

Zustand : sehr gut und dekorativ

-----------------------------------------

Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Ausschnitt 1 ----------------------------------------- Ausschnitt 2

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Christoph Weigel d. Ä., wie seinerzeit üblich auch Christophoro Weigelio genannt (* 9. November 1654 in Redwitz, Egerland; † 5. Februar 1725 in Nürnberg) war ein deutscher Kupferstecher, Kunsthändler und Verleger.

Christoph Weigel d. Ä. erlernte die Kunst des Kupferstechens in Augsburg. Nach verschiedenen Stationen, u.a. in Wien und Frankfurt (Main), erwarb er 1698 das Bürgerrecht in Nürnberg. Das erste Weigelsche Werk aus seinem eigenen, erfolgreich geführten Verlag in Nürnberg war die „Bilderlust“ von 1698. In diesem Verlag sind zu seinen Lebzeiten ungefähr 70 Bücher und Stichfolgen erschienen.

Eines seiner wichtigsten Werke ist das „Ständebuch“ von 1698. Darin schilderte und beschrieb Weigel mehr als zweihundert Handwerks- und Dienstleistungsarten, jeweils illustriert durch einen Kupferstich nach dem Leben. Denn Weigel besuchte fast alle Werkstätten selbst, zeichnete und beobachtete vor Ort, stimmte den Inhalt seiner Artikel mit den Handwerksmeistern ab und zeichnete wichtiges Gerät vom Original ab.

Ein anderes wichtiges Werk ist „Das grosse und Vollständige anfangs Siebmacherische / hernach Fürstische und Helmerische / nun aber Weigelische Wappen-Buch In Sechs Theilen“ mit „Wappen, Schilde, Helme und Kleinodien, an der Zahl 14 767, in Kupfer-Tafeln vorgebildet enthalten“, das erst seine Witwe bei Lorenz Bieling in Nürnberg hat drucken lassen und 1734 im eigenen Verlag in 2 Bänden herausgebracht hat.

Weigel arbeitete besonders brillant in der Schab- und Linienmanier. Er war der erste Kupferstecher, der für den Untergrund eine Art Maschine verwandte.

In Nürnberg arbeitete er bei der Anfertigung seiner Landkarten sehr eng mit dem kaiserlichen Geographen und Kartografen Johann Baptist Homann (1664-1724) zusammen.

Weigels Verlag wurde nach 1725 von seiner Witwe weitergeführt, die noch etliche Arbeiten ihres verstorbenen Ehemannes herausgab - z. B. sein „Wappenbuch“ erst im Jahr 1734.

(Wikipedia)

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Johann David Köhler, auch: Köler (* 18. Januar 1684 in Colditz; † 10. März 1755 in Göttingen) war ein deutscher Historiker.

Köhler wurde als Sohn eines Diakons geboren, bezog die Fürstenschule in Meißen und erwarb dort die Voraussetzungen ein Studium zu beginnen. Es zog ihn am 28. April 1703 an die Universität Wittenberg, wo er ein Studium der Theologie beginnen wollte. Jedoch kam er mit den Vertretern der lutherischen Orthodoxie nicht klar, so dass er ein Studium der Philologie und Geschichte verfolgte. Unter der Leitung von Konrad Samuel Schurzfleisch widmete er sich dem klassischen Altertum und erwarb sich am 17. Oktober 1704 den akademischen Grad eines Magisters.

Im Großen Nordischen Krieg wurde auch Wittenberg in diesen involviert. Daher sah er sich genötigt, seine bisherige Heimat zu verlassen und fasste den Entschluss, an die Universität Straßburg zu gehen. Auf dem Weg dorthin bereiste er auch andere Universitätsstätten. So besuchte er unter anderem die Universität Altdorf, wo er sich 1707 das Recht erwarb, Vorlesungen zu halten. Durch den Kontakt mit Daniel Wilhelm Moller machte er sich mit der Numismatik vertraut und ihm wurde eine außerordentliche Professur in Altdorf angeboten, die er jedoch nicht annahm.

Stattdessen arbeitete er als Übersetzer bei der schwedischen Kommission zur Beendigung des Nordischen Krieges mit und sollte die Bearbeitung der Korrespondenz mit Wien übernehmen. Über Regensburg gelangte er nach Zweibrücken, wo er sich mit Genealogie beschäftigte. 1710 erhielt Köhler einen Ruf als Professor der Logik an die Altdorf Hochschule, die er im Mai 1711 antrat. 1714 wechselte er auf die Professur der Geschichte und entfaltete in dieser Position eine umfangreiche literarische Tätigkeit und fand 1726 Zugang zur Leopoldina. Nachdem er mehrere Berufungen an verschiedene Universitäten ausgeschlagen hatte, folgte er 1735 ein Ansuchen der neu gegründeten Universität Göttingen als Professor der Geschichte, wo er bis zu seinem Tod 20 Jahre mit der Hochschule verbunden blieb.

Werkauswahl:
- Bequemer Schul- und Reise-Atlas. Nürberg: Christoph Weigel 1719
- Anleitung zu der verbesserten neuen Geographie, vornemlich zum Gebrauch der Weigelschen Landcharten. Nürnberg: Christoph Weigel 1724
- Kurze und gründliche Anleitung zu der alten und mittleren Geographie. Nürnberg: Christoph Weigel 1720

(Wikipedia)