Mercator , Gerhard : Rügen (1630)

 

Original Kupferstich von Gerard Mercator, gestochen von Pieter van den Keere, verlegt im Jahre 1630 im Atlas Minor bei Eberhard Cloppenburgh in Amsterdam.
Diese erste der sogenannten "Cloppenburgh" Ausgaben war sehr erfolgreich, sie wies gegenüber dem 1607 bei Hondius verlegten Atlas Minor neu gestochene Karten in größerem Format auf. Die meisten dieser Karten wurden von Pieter van den Keere gestochen.

Zur Datierung vgl. Keuning S. 56.

Zeigt die Insel Rügen.

Unten links Titelkartusche "Rugiae", darunter Meilenanzeiger (Milliaria Germanica commuia). Über der Abbildung Nebentitel "Description de l'isle de Rugen", Seitenangabe 33.

Links und rechts in der Ostsee zwei Windrosen.

Verso Erläuterungen in französischer Sprache.

Vgl.
J. Keuning, The History of an Atlas: Mercator. Hondius. In: Imago Mundi, Vol. 4. (1947), pp. 37-62
Wolff, Hans (Hrsg.): Vierhundert Jahre Mercator, Vierhundert Jahre Atlas: 'Die ganze Welt zwischen zwei Buchdeckeln', Eine Geschichte der Atlanten / Hrsg. im Auftrag der Bayerischen Staatsbibliothek. - Weissenhorn in Bayern : Anton H. Konrad Verlag, 1995. (Ausstellungskatalog / Bayerische Staatsbibliothek)
Johannes Keuning, Pieter van den Keere (Petrus Kaerius), 1571-1646 (?). In: Imago Mundi, Vol. 15. (1960), pp. 66-72.
Koeman Me 198, Appendix Nr. 15

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Mercator , Gerhard

Maßstab : [Ca. 1:590.000]

Erschienen: [Amsterdam] : [I. E. Cloppenburgh], [ca. 1630]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 24 x 18 cm

Größe des Blattes: 28,5 x 21,5 cm

Zustand : sehr gut und dekorativ

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Gerhard Mercator (eigentlich Gerard De Kremer, latinisiert: Gerardus Mercator) (* 5. März 1512 in Rupelmonde, Flandern; † 2. Dezember 1594 in Duisburg) war ein Mathematiker und Kartograf, der schon zu Lebzeiten als der Ptolemäus seiner Zeit angesehen wurde.

Mercator sah sich selbst mehr als wissenschaftlichen Kosmografen, und nicht als jemand, der seinen Lebensunterhalt mit der Herstellung und dem Verkauf von Karten verdienen musste. Seine Produktion war nicht gerade sehr umfangreich: Wir kennen nur ein Globen-Paar, fünf Wandkarten und eine unvollendete Kosmographie. Die meisten seiner Werke sind heute in der Schatzkammer des Kultur- und Stadthistorischen Museum der Stadt Duisburg ausgestellt.

Mercator lebte seit 1552 in Duisburg. Er schuf die erste Europakarte (1562) und das erste Kartensammelwerk, den Atlas ("Atlas sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et Fabricati Figura", 1595).

Die neue Universität in Duisburg, heute Universität Duisburg-Essen, war bis zur Fusion mit der Universität Essen nach dem Kartografen Gerhard-Mercator-Universität benannt. Zu der am Campus Duisburg bestehenden Mercator School of Management passt der Name besonders gut, weil Mercator auf Latein Kaufmann bedeutet. Des Weiteren sind ein Duisburger Gymnasium, ein Veranstaltungs- und Kongresszentrum (Mercatorhalle), ein Einkaufszentrum in Duisburg-Meiderich sowie ein Moerser Berufskolleg nach ihm benannt, ebenso die südliche Ringstraße Mercatorstraße/Kremerstraße in der Duisburger Innenstadt.

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Pieter van den Keere (1571-1646) alias Petrus Kaerius , Schwager von Jodocus Hondius , war zunächst Graveur in London, arbeitete dann (nach 1595) in Amsterdam bei Hondius, eröffnete später ein eigenes Unternehmen zur Herstellung und zum Verkauf von Karten und Atlanten.

1617 erschien die erste Ausgabe seines Atlas »Germania Inferior«. Im Verzeichnis seiner Kupferplatten aus dem Jahre 1625 sind solche Karten enthalten wie die Niederlande (12 BL), Deutschland (7 BL), Konstantinopel (4 BL), Köln (4 BL), ein Globus. Westfalen, Österreich, Böhmen u. a.

(Bagrow / Skelton) .