Jansson , Jan : EPISCOPATUS HILDESIENSIS (1633)


Original Kupferstichkarte "EPISCOPATUS HILDESIENSIS" nach Johann Michael Gigas, verlegt von Jan Jansson bei Henricus Hondius im Atlas "Mercator, Gerhard: Atlas ou Representation Du Monde Universel Et Des Parties D'Icelui, Faicte En Tables Et Descriptions Tres Amples / 2" aus dem Jahre 1633.

Zur Datierung der Karte vgl. Keuning, The History of an Atlas..., Nr. 251. Die Karte erschien erstmals 1633 in der französischen Ausgabe des Mercator Atlas.

Die altkolorierte Kupferstichkarte zeigt das Bistum Hildesheim mit dem Gebiet zwischen Hannover, Braunschweig, Harzburg, Northeim und Hameln.

Rollwerktitelkartusche unten rechts "EPISCOPATUS HILDESIENSIS DESCRIPTIO NOVISSIMA / Authore Ioanne Gigante". Darunter der Meilenanzeiger (Milliaria Saxonica magna; Milliaria Saxonica mediocria).

Links oben Wappen von Hildesheim mit Motto "Avita Fide". In der Karte weitere kleinere Regionalwappen.

Verlegerangabe unten links "Amstelodami, Excudebat Ioannes Ianssonius."

Rückseitig erläuternder Text in französischer Sprache "L'Evesché de Hildesheim en la Saxe inferieure." mit hübschem Initial "L".

Vgl.
Keuning, Johannes: The History of an Atlas: Mercator. Hondius. In: Imago Mundi, Vol. 4. (1947), pp. 37-62; hier: Nr. 251
Johannes Keuning, The Novus Atlas of Johannes Janssonius. In: Imago Mundi, Vol. 8. (1951), pp. 71-98; hier: S. 92
JANSSONIUS,J. , Novus atlas absolutissimus, das ist general Welt-Beschreibung mit allerley schönen und neuen Land-Carten gezieret. Der andere Theil begreifet Teutschland. Nachdruck der Ausgabe Amsterdam 1657/70. Vollst. Faksimile der 92 Karten nach dem Exemplar der Bayer. Staatsbibl. München. Mit e. Einführung von Traudl Seifert. München, Battenberg, 1977. [S. Xr folgende]

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Jansson, Jan *1588-1664* ; Gigas, Johann Michael *1582-1637*

Maßstab : [Ca. 1:310.000]

Erschienen: Amsterodami : Henricus Hondius, 1633

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 43 x 40 cm

Größe des Blattes: 57 x 48,5 cm

Zustand : gut und dekorativ

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Johann Janssonius (* 1588; † 1664; eigentlich Jan Jansson) war ein niederländischer Kartograph und Verleger.

Janssonius führte auch die Herausgabe der Atlanten von Mercator-Hondius fort. Im Jahre 1612 heiratet er die Tochter Elisabeth von Jodocus Hondius (1563-1612). Da Hondius der Eigentümer der Druckplatten von Mercator war, arbeiten sie zusammen, nach Jodocus Hondius' Tod mit seinen Söhnen Jodocus II und Henricus, an neuen Ausgaben des Atlasses von Mercator. 1633 erfolgte die Herausgabe des zweiten Bands des Atlasses. Dieser wird häufig bezeichnet als Mercator-Hondius-Janssonius. Das bedeutendste Werk von Jan Janssonius ist der Atlas "Theatre du Monde" oder „Novus Atlas“, veröffentlicht 1639 in drei Bänden. Durch die ständigen Ergänzungen hat der Atlas im Jahre 1662 elf Bände. Er entwickelte sich zum schärfsten Konkurrenten von Blaeus "Atlas Major".

Nach dem Tod von Jansson wurde die Gesellschaft von seinem Schwager Waesberg weiter geführt. 1694 wurden die Druckplatten von Janssonius von Peter Schenk (ca. 1645-1715) erworben.

(Wikipedia)

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Johannes Gigas (eigentlich Riese; * 1582 in Lügde im Fürstbistum Paderborn; † 1637 in Münster/Westfalen) war ein deutscher Kartograph, Mediziner, Mathematiker und Physiker.

Gigas absolvierte sein erstes Studium von 1597 bis 1600 an der Universität Helmstedt, weitere Studien folgten in Wittenberg und Basel. Am 25. September 1603 heiratet er Maria von Dorsten im Alter von 21 Jahren. Am 25. September 1603 wurde ihm Basel sein Doktortitel in Medizin verliehen, seine Dissertation befasste sich mit der Ruhr. 1607 wurde er Professor der Mathematik und Medizin an der Hohen Schule zu Burgsteinfurt, wo er auch Vorlesungen über Physik hielt. Daneben war er an der Universitätsapotheke tätig, schied jedoch 1614, möglicherweise aus finanziellen Gründen, aus dem Amt. Gigas siedelte nach Münster über, wo er zum Katholizismus konvertierte und Leibarzt des Bischofs wurde; er behandelte zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, darunter auch den Heerführer der Katholischen Liga und späteren Nachfolger Wallensteins Tilly.

Sein erster Kalender wurde im Jahre 1610 herausgegeben. Er entwickelte eine Methode zur Landvermessung und stellte als erster maßstabsgetreue Karten her. Sein Handbuch der Weltkugel "Enchidrion Sphaericum" wurde im Jahre 1615 in Hanau herausgegeben. Seit 1616 brachte er in rascher Folge Karten einzelner west­fälischer Territorien heraus, die in ihrer sauberen Zeichnung teils auf eigenen Messungen beruhten und durch ihre künstlerische Aufmachung bestachen. Sein Kölner Atlas Prodromus Geographicus enthält neun Karten und wurde 1620 herausgegeben. Gigas schwebte als Endziel seiner Arbeit ein Weltatlas vor – ein utopischer Plan, der die Kräfte eines einzelnen weit überstieg. Weil er dies einsah, verlor er bald die Lust an der kartographischen Arbeit. Die ärztliche Praxis und das Kalendermachen füllten den Rest seines Lebens aus. Johannes Gigas starb 1637 in Münster.

(Wikipedia)