Pufendorf , Samuel : Nordischer Krieg - Bremen (1697)

 

Prachtvoller Kupferstich aus der berühmten Chronik von Samuel von Pufendorf "Sieben Buecher Von denen Thaten Carl Gustavs Koenigs in Schweden" [De rebus a Carolo Gustavo Sveciae Rege gestis commentatorium libri septem], N. 4, verlegt bei Riegel in Nürnberg im Jahre 1697.

Er zeigt eine im oberen Teil der Abbildung den Fortifikationsplan der Stadt Bremen und darunter die Befestigungsanlagen entlang der Weser.

Der Nordische Krieg von 1674 bis 1679, auch Schwedisch-Brandenburgischer Krieg beziehungsweise Schonischer Krieg genannt, war ein selbständiger Teilkonflikt zwischen Brandenburg-Preußen, Dänemark und dem Königreich Schweden im parallel verlaufenden Holländischen Krieg. Schweden war ein Verbündeter Frankreichs, während Österreich, Brandenburg-Preußen, Dänemark und Spanien europaweit auf Seiten der Niederlande kämpften. Der Krieg teilte sich in mehrere große Abschnitte. Im ersten wehrte die brandenburgische Armee einen schwedischen Einfall in die Kurmark ab. In darauf folgenden Feldzügen der siegreichen Brandenburger, Dänen und ihrer Verbündeten eroberten sie nach langwierigen Kämpfen bis 1678 die schwedischen Besitztümer in Norddeutschland, Schwedisch-Pommern und Bremen-Verden. Dänemark war zudem ab Juni 1676 auf dem schonischen Kriegsschauplatz verwickelt und trug die Hauptlast im Seekrieg in der Ostsee gegen Schweden. Ein im Winter 1678/79 unternommener Einfall der Schweden nach Ostpreußen konnte vom brandenburgischen Kurfürsten erfolgreich zurückgeschlagen werden.
Der Krieg zwischen Brandenburg und Schweden endete am 29. Juni 1679 mit dem Frieden von Saint-Germain. Dänemark und Schweden schlossen am 26. September 1679 den Frieden von Lund. Entgegen dem für Brandenburg-Preußen siegreichen Kriegsverlauf bekam dieses aufgrund der Machtkonstellation auf europäischer Ebene nur einen kleinen Teil seiner Eroberungen zugesprochen. Zwischen Dänemark und Schweden wurde der Besitzstand vor dem Kriegsausbruch wiederhergestellt.
(Einzelheiten hierzu bei Wikipedia)

Titelkartusche oben rechts "Brema cum Situatione circumiacente". Darunter Legende.

Der Kupferstich hat einen dekorativen, verzierten Rahmen.

Unten rechts unterhalb des Rahmens die Seitenangabe N. 4 (Zählung der Chronik Pufendorfs).

Vgl.
Coleman Phillipson, Samuel Pufendorf. In: Journal of the Society of Comparative Legislation, New Ser., Vol. 12, No. 2. (1912), pp. 233-265.

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Riegel, Christoph ; Dahlbergh, Erik Jönsson ; von Pufendorf, Samuel

Maßstab :

Erschienen: [Nürnberg] : [Christoph Riegel], [1697]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 30 x 24 cm

Größe des Blattes: 43 x 36 cm

Zustand : sehr gut und sehr dekorativ

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

 

Erik Jonsson Graf von Dahlberg (* 10. Oktober 1625 in Stockholm, † 16. Januar 1703 in Stockholm) war ein schwedischer Feldmarschall.

Er fungierte seit 1646 als Kammerschreiber bei der pommerschen Kammer und wurde 1647 mit Untersuchung sämtlicher schwedischer Festungen in Pommern, Brandenburg, Mecklenburg, Bremen und Westfalen beauftragt. Als Ingenieur bei der schwedischen Armee legte er neue Festungswerke bei Thorn an und zeichnete sich sowohl in dem polnischen als in dem folgenden Krieg mit Dänemark so aus, dass er 1660 die Stelle eines Oberstleutnants und das Adelsdiplom erhielt und rasch zu höhern Würden stieg.

Er wurde 1693 schwedischer Reichsgraf, Feldmarschall und Generalgouverneur von Bremen und Verden und 1696 von Livland. 1700 verteidigte er Riga gegen die Sachsen, trat 1702, als Karl XII. gegen seinen Willen Polen angriff, zurück und starb am 16. Januar 1703 in Stockholm. Wegen seiner Verdienste um Verbesserung des Festungsbaues in Schweden wurde er der Vauban Schwedens genannt.

Sein Hauptwerk: "Suecia antiqua et hodierna" (Stockholm 1693 - 1714), 3 Bände, 354 Kupferstiche auf 321 teils gefalteten Tafeln, 13 Seiten Register; erst ab 1772 als Nachdrucke im Handel; Seltenes und prachtvolles Ansichtenwerk von Schwedens Städten, Häfen, Schlössern, bemerkenswerten Gebäuden, aber auch altnordischen Stätten und Denkmälern aus Schweden und Finnland. Dieses Werk gilt als ein Denkmal für die ehrgeizigen Bauprojekte der Krone und des Adels nach den großen Kriegen. In den Darstellungen einzelner Bauwerke und Gärten folgt er französischen und niederländischen Mustern, während die Stadtansichten dem Vorbild Merians verpflichtet sind.

(Wikipedia)

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Samuel Freiherr von Pufendorf (* 8. Januar 1632 in Dorfchemnitz, Kursachsen; † 26. Oktober 1694 in Berlin)
war ein deutscher Naturrechtsphilosoph, Historiker sowie Natur- und Völkerrechtslehrer.

Die Chronik, aus welcher der vorliegende Kupferstich stammt, zählt zu Pufendorfs bedeutendsten historischen Schriften, geschätzt auch wegen seines Stils und seiner zuverlässigen Auswertung archivarischer Quellen.

Pufendorf war Sohn des lutherischen Pastors Esaias Elias Pufendörfer und dessen Ehefrau Margarete Hickmann. Seine Brüder waren Jeremias Pufendorf und Esaias von Pufendorf.

Er besuchte 1645 bis 1650 die Fürstenschule Grimma. 1650 begann Pufendorf auf Wunsch seines Vaters in Leipzig Theologie zu studieren; wechselte aber bald zur Rechtswissenschaft. 1656 ging Pufendorf an die Universität Jena, wo er hauptsächlich durch Erhard Weigel beeinflusst wurde. 1658 beendete Pufendorf sein Studium mit dem Titel eines Magisters.

Noch im selben Jahr bekam Pufendorf eine Stelle als Hauslehrer beim schwedischen Gesandten in Kopenhagen und geriet dort im schwedisch-dänischen Krieg in achtmonatige Gefangenschaft. 1659 folgte er dem schwedischen Gesandten nach Den Haag.

1661 berief ihn der pfälzische Kurfürst Karl Ludwig nach Heidelberg, wo er in seiner ersten Professur am für ihn neue eingerichteten Lehrstuhl Natur- und Völkerrecht lehrte. 1668 ging er nach Lund in Schweden. 1672 erschien sein lateinisch verfasstes Hauptwerk De jure naturae et gentium libro octo, das 1711 in deutscher Übersetzung unter dem Titel Acht Bücher von Natur und Völkerrecht veröffentlicht wurde. 1677 wechselte Pufendorf nach Stockholm. Der schwedische König ernannte ihn zum Hofhistoriographen, zum Geheimen Rat und Staatssekretär. Da der Lutheraner Pufendorf sich für religiöse Toleranz sowie für die wissenschaftliche Trennung von Theologie und Philosophie aussprache, war er zunehmenden Anfeindungen ausgesetzt. Deshalb wechselte er 1688 nach Berlin an den brandenburgischen Hof, wo er gleichfalls Hofhistoriograph und Geheimer Rat wurde. 1694 wurde er von Karl XI. von Schweden in den Freiherrenstand erhoben.

Im Alter von 62 Jahren starb Samuel von Pufendorf am 26. Oktober 1694 in Berlin. Er wurde nahe dem Altar der Nikolaikirche beigesetzt.

(Wikipedia)