Robert de Vaugondy , Gilles : Cercle De Basse Saxe (1752)

 

Original grenzkolorierter Kupferstich von Gilles Robert de Vaugondy aus dem Jahre 1752, erschienen im Atlas Universel.

Die Karte zeigt Niedersachsen östlich der Weser, Mecklenburg und Holstein. Das Gebiet wird begrenzt durch Rendsburg (N), Stralsund / Berlin (O), Halle / Göttingen (S) und Diepholz / Bremen (W).

Üppige Rocaille-Wappenkartusche mit floraler Verzierung und Tierdarstellungen unten rechts "Cercle De Basse Saxe : où sont distingués Les Etats De Brunswich, Les Duchés De Holstien, De Mecklenbourg Et Des Evêchés D'Hildesheim, Et D'Halbenstadt ; Avec Privilege / Par Le Sr. Robert 1752".

Meilenanzeiger unten links (Mille Pas Géometriques, Lieues communes d'Allemagne).

Vgl.
Mary Sponberg Pedley, New Light on an Old Atlas: Documents concerning the Publication of the "Atlas Universel" (1757). In: Imago Mundi, Vol. 36. (1984), pp. 48-63.
Mary Sponberg Pedley, The Subscription List of the 1757 Atlas Universel: A Study in Cartographic Dissemination. In: Imago Mundi, Vol. 31. (1979), pp. 66-77.

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Robert de Vaugondy, Gilles

Maßstab : [Ca. 1:740.000]

Erschienen: [Paris], 1752

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 52 x 47 cm

Größe des Blattes: 77 x 52 cm

Zustand : sehr gut

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Robert de Vaugondy, Gilles , (* 1688; † 1766), war ein französischer Kartograph.
Er erbte das kartographische Material seines Onkels P.M. Sanson, das er ausnutzte und durch den Ankauf des Nachlasses von Jaillot ergänzte. Er gab einen kleinen Atlas (1748) heraus und zusammen mit seinem Sohn Didier, (* 1726; † 1786), im Jahre 1752 einen großen Atlas.
(Leo Bagrow / R.A. Skelton)

Didier Robert de Vaugondy (* 1723 in Paris; † 1786) war Geograph des französischen Königs Ludwig XV. und des Herzogs von Lothringen, Beiträger zur Encyclopédie und königlicher Zensor.
Robert wurde 1723 in Paris geboren und lernte bei seinem Vater, dem königlichen Geographen Gilles Robert de Vaugondy (1688-1766). Als Neunzehnjähriger veröffentlichte er bereits eine Neuauflage der Tables méthodiques seines berühmten Urgroßvaters, dem „Vater der französischen Geographie“ Nicolas Sanson (1600-1667). Zusammen mit seinem Vater Gilles und weiteren Bearbeitern arbeitete er an der Géographie sacrée et histoire de l'Ancien et du Nouveau-Testament, die 1747 in Paris erschien. 1752 schuf er im Auftrag Ludwigs XV. einen Erd- und einen Himmelsglobus. Unter den in den folgenden Jahren geschaffenen kartographischen Arbeiten ragt der 1757 erschienene und gemeinsam mit seinem Vater herausgegebene Atlas universel heraus.
Zu dem im selben Jahr veröffentlichten siebten Band der Encyclopédie trug Robert insgesamt drei Artikel bei, von denen vor allem der Artikel Globe (dt. „Globus“) durch seine detaillierte und exakte Beschreibung der Globusherstellung erwähnenswert ist. Nach dem Skandal um d'Alemberts Artikel Geneve und dem Entzug des königlichen Privilegs zog sich Robert - wie auch eine Reihe anderer Autoren - von der Mitarbeit an der Encyclopédie zurück.
In den verbleibenden siebenundzwanzig Jahren seines Lebens schuf Robert weitere Werke zur Geographie und zahlreiche Karten, die er in seinem Geschäft am quai de l'Horloge in Paris verkaufte. Er schuf Karten für Montesquieus Esprit des lois, für Buffons Histoire naturelle und für Brosses Histoire des navigations aux termes australes. James Cook, der die für Brosses angefertigten Karten auf seine Reisen mitnahm, äußerte sich zufrieden über sie.
(Wikipedia)