Jansson , Jan : Comitatus Mansfeldiae (1633)

 

Altkolorierte Kupferstichkarte der Grafschaft Mansfeld von Tilemann Stella bei Jan Janssonius.

Zur Datierung der Karte vgl. Keuning, The History of an Atlas..., Nr. 468. Die Karte erschien erstmals 1637 in der niederländischen Ausgabe des Mercator Atlas.

Der Kartenausschnitt liegt ostwärts des Harzes im heutigen Sachsen-Anhalt. Das Gebiet wird begrenzt durch Quedlinburg / Bernburg (N), Halle / Merseburg (O), Freyburg / Sondershausen (S) und Stolberg (W). In der Mitte der Karte Mansfeld und Eisleben.

Titelkartusche oben rechts "Comitatus Mansfeldiae descriptio. Auctore Tilemanno Stella Sig."

Verlegerangabe untenlinks "Amstelodami apud Ioannem Ianssonium".

Meilenanzeiger unten mittig (Scala milliarium Germanicorum).

Verso Beschreibung in französischer Sprache "Description du Comte de Mansfeld" mit hübschem Initial "L".

Vgl.
Johannes Keuning, The Novus Atlas of Johannes Janssonius. In: Imago Mundi, Vol. 8. (1951), pp. 71-98
JANSSONIUS,J. , Novus atlas absolutissimus, das ist general Welt-Beschreibung mit allerley schönen und neuen Land-Carten gezieret. Der andere Theil begreifet Teutschland. Nachdruck der Ausgabe Amsterdam 1657/70. Vollst. Faksimile der 92 Karten nach dem exemplar der Bayer. Staatsbibl. München. Mit e. Einführung von Traudl Seifert. München, Battenberg, 1977. [S. Tt folgende]
J. Keuning, The History of an Atlas: Mercator. Hondius. In: Imago Mundi , Vol. 4, 1947 (1947), pp. 37-62, Nr. 252 und 468

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Hondius, Henricus ; Jansson, Jan *1588-1664* ; Stella, Tilemann *1525-1589*

Maßstab : [Ca. 1:210.000]

Erschienen: Amstelodami//Amsterdam : Ioannes Ianssonius [erschienen: Henricus Hondius], [1633]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 47 x 36 cm

Größe des Blattes: 59,5 x 50,5 cm

Zustand : gut

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Johann Janssonius (* 1588; † 1664; eigentlich Jan Jansson) war ein niederländischer Kartograph und Verleger.

Janssonius führte auch die Herausgabe der Atlanten von Mercator-Hondius fort. Im Jahre 1612 heiratet er die Tochter Elisabeth von Jodocus Hondius (1563-1612). Da Hondius der Eigentümer der Druckplatten von Mercator war, arbeiten sie zusammen, nach Jodocus Hondius' Tod mit seinen Söhnen Jodocus II und Henricus, an neuen Ausgaben des Atlasses von Mercator. 1633 erfolgte die Herausgabe des zweiten Bands des Atlasses. Dieser wird häufig bezeichnet als Mercator-Hondius-Janssonius. Das bedeutendste Werk von Jan Janssonius ist der Atlas "Theatre du Monde" oder „Novus Atlas“, veröffentlicht 1639 in drei Bänden. Durch die ständigen Ergänzungen hat der Atlas im Jahre 1662 elf Bände. Er entwickelte sich zum schärfsten Konkurrenten von Blaeus "Atlas Major".

Nach dem Tod von Jansson wurde die Gesellschaft von seinem Schwager Waesberg weiter geführt. 1694 wurden die Druckplatten von Janssonius von Peter Schenk (ca. 1645-1715) erworben.

(Wikipedia)

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Tilemann Stella (eigentlich Tilemann Stoltz; * 1525 in Siegen; † 1589 in Wittenberg)
war ein deutscher Renaissance-Gelehrter. Er betätigte sich unter anderem als Bibliothekar, Mathematiker, Geometer, Kartograf und Astronom.

Stella studierte in Wittenberg, Marburg und Köln und erschloss sich das dort gelehrte empirischen Wissenschaftsverständnis.

Als Kartograf ist Stella vor allem für die 1560 veröffentlichte Übersichtskarte von Deutschland bekannt. Daneben führte er in verschiedenen Staaten Landesaufnahmen durch, so ab 1552 in Mecklenburg, 1557–1560 in der Grafschaft Mansfeld und 1563/64 im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Überliefert ist außerdem die Beteiligung an Atlaswerken und eine Karte des biblischen Palästinas.

Die Anlage von Wasserstraßen prägte neben der Kartografie das Berufsleben Stellas wesentlich, ab 1565 leitet er für zwei etwa Jahrzehnte die Anlage eines Kanals zwischen Elde und Elbe und des heutigen Störkanals.

(Wikipedia)