Blaeu: Saxonia Superior, Cum Lusatia Et Misnia (1635)

 

Original Kupferstich nach Gerhard Mercator, verlegt bei Blaeu 1635.

Zur Datierung vgl. Keuning Nr. 132. Die Karte erschien erstmals im Jahre 1634 in der deutschen Ausgabe des Blaeu-Atlas.

Die schöne Karte in schönen Altkolorit zeigt Sachsen mit Ober- und Niederlausitz, Teilen des Vogtlandes, Schlesiens und Böhmens zwischen Magdeburg, Spreewald, Frankfurt / Oder, Glogau, Prag und Jena, in der Bildmitte Bautzen.

Der Kartentitel "Saxonia Superior, Cum Lusatia Et Misnia" erscheint in Form einer Draperie am Oberrand, die einzelnen Landesteile sind farblich differenziert.

Meilenzeiger oben rechts (Milliaria Germanica Communia). Ohne Angabe der Längengrade.

Auf der Rückseite die Seiten 13 und 16 der lateinischen Ausgabe des Atlanten von Blaeu mit der Überschrift "Saxonia Superior, cum Lusaatia et Misnia" mit hübschem Initial "S".

Zu Meissen: "Seine Einwohner sind kräftig, fröhlich, bescheiden und überhaupt nicht scheu. Ihre Sprache ist die deutlichste und angenehmste in ganz Deutschland und gleicht jener, die in den Niederlanden gesprochen wird " .

Vgl.
Van der Krogt, Peter (Hrsg.): Atlas Maior, Taschen, Köln 2005, (Nachdruck eines Originalexemplars der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien. S. 164 - 165
Johannes Keuning, Blaeu's „Atlas“; In: Imago Mundi, Vol. 14. (1959), pp. 74-89; hier: S. 79, Nr. 132

Einen nahezu vollständigen Band I des Atlas Maior (1662) "Europa-Germania-Germania Inferior" von Joan Blaeu findet man online bei der Bibliothek der University of California, Los Angeles (UCLA) im JPG-Format (150 dpi) http://www.library.ucla.edu/yrl/reference/maps/blaeu/index.htm#

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Blaeu, Willem Janszoon

Maßstab : [Ca. 1:750.000]

Erschienen: Amsterdami : Guiljelmo et Johannem Blaeu, 1635

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 50,5 x 39 cm

Größe des Blattes: 63,5 x 54,5 cm

Zustand : sehr gut

-----------------------------------------

Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Willem Janszoon Blaeu (* 1571 in Alkmaar, Niederlande; † 1638 in Amsterdam; auch: Willem Jansz, Guilielmus Janssonius, Willems Jans Zoon, Guilielmus oder G. Blaeu) war ein niederländischer Kartograph.

Blaeu wurde 1571 in Alkmaar geboren. Von 1594 bis 1596 lernte er die Astronomie und Kartographie bei Tycho Brahe. 1600 entdeckte er den veränderlichen Stern P Cygni. Um 1603 ließ er sich in Amsterdam nieder, wo er anfing, Erdgloben anzufertigen. Schon bald stellte er auch Land- und Seekarten her, darunter 1605 eine Weltkarte. Im Jahr 1633 ernannte ihn die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) zu ihrem offiziellen Kartographen. Er starb 1638 in Amsterdam.

Sein Sohn Joan Blaeu (1596–1673) setzte seinen Betrieb fort. Sein 1662 erstmalig erschienener elfbändiger Atlas Maior gehörte zu den aufwendigsten und teuersten europäischen Kartenwerken des 17. Jahrhunderts.

Nach der Vernichtung der Werkstatt im Amsterdamer Brand von 1672 und dem Tode Joan Blaeus im darauffolgenden Jahr wurde der von Willem Blaeu gegründete Verlag 1698 schließlich aufgelöst.

Willem Janszoon Blaeu ist nicht mit dem holländischen Seefahrer Willem Janszoon zu verwechseln, der zur selben Zeit lebte.

(Wikipedia)