Joan Blaeu : Magdeburgensis Archiepiscopatus (1662)

 

Altkolorierter Kupferstich von Joan Blaeu aus dem Jahre 1662.

Die detaillreiche Karte zeigt das Erzbistum Magdeburg.

In der Mitte der Karte verläuft in Nord-Süd-Richtung die Elbe vom Zusammenfluß mit der Havel bei Werben, Havelberg und Sandau bis Aken, Rosslau und Dessau. Im Westen wird der Kartenausschnitt begrenzt durch die Linie Halberstadt / Helmstedt, im Osten durch die Linie Rathenow / Brandenburg.

Links oben Titelkartusche mit zwei Putti "Magdeburgensis Archiepiscopatus", darunter der Meilenanzeiger (Miliaria Germanica communia).

Rechts oben das mit Bischofsmütze und Bischofsstab geschmückte Wappen.

Rechts unten Verlegervermerk "Amstelaedami J. Blaeu excudebat".

Auf der Rückseite die Seiten 221 und 222 der lateinischen Ausgabe des Atlanten von Blaeu mit der Überschrift "Archiepiscop Magdeburgensis."

"Das Erzbistum Magdeburg, das zum größten Teil an der Elbe liegt, ist das berühmteste unter den zehn Bistümern, die Karl der Große in Sachsen errichtet hat. Es wird im Osten von der Neuen Mark Brandenburg, im Norden von der Alten Mark, im Westen vom Herzogtum Braunschweig und im Süden vom Bistum Halberstadt und vom Fürstentum Anhalt begrenzt."

Vgl.
Van der Krogt, Peter (Hrsg.): Atlas Maior - Germania, Austria et Helvetia, 2 vol., Taschen, Köln 2006, (Nachdruck eines Originalexemplars der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien. S. 170-171
Johannes Keuning, Blaeu's „Atlas“; In: Imago Mundi, Vol. 14. (1959), pp. 74-89.

Einen nahezu vollständigen Band I des Atlas Maior (1662) "Europa-Germania-Germania Inferior" von Joan Blaeu findet man online bei der Bibliothek der University of California, Los Angeles (UCLA) im JPG-Format (150 dpi) http://www.library.ucla.edu/yrl/reference/maps/blaeu/index.htm#

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Blaeu, Joan *1596-1673*

Maßstab : [Ca. 1:350.000]

Erschienen: Amstelaedami//Amsterdam : J. Blaeu, [1662]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 50,5 x 42 cm

Größe des Blattes: 62 x 52 cm

Zustand : gut und dekorativ

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Willem Janszoon Blaeu (* 1571 in Alkmaar, Niederlande; † 1638 in Amsterdam; auch: Willem Jansz, Guilielmus Janssonius, Willems Jans Zoon, Guilielmus oder G. Blaeu) war ein niederländischer Kartograph.

Blaeu wurde 1571 in Alkmaar geboren. Von 1594 bis 1596 lernte er die Astronomie und Kartographie bei Tycho Brahe. 1600 entdeckte er den veränderlichen Stern P Cygni. Um 1603 ließ er sich in Amsterdam nieder, wo er anfing, Erdgloben anzufertigen. Schon bald stellte er auch Land- und Seekarten her, darunter 1605 eine Weltkarte. Im Jahr 1633 ernannte ihn die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) zu ihrem offiziellen Kartographen. Er starb 1638 in Amsterdam.

Sein Sohn Joan Blaeu (1596–1673) setzte seinen Betrieb fort. Sein 1662 erstmalig erschienener elfbändiger Atlas Maior gehörte zu den aufwendigsten und teuersten europäischen Kartenwerken des 17. Jahrhunderts.

Nach der Vernichtung der Werkstatt im Amsterdamer Brand von 1672 und dem Tode Joan Blaeus im darauffolgenden Jahr wurde der von Willem Blaeu gegründete Verlag 1698 schließlich aufgelöst.

Willem Janszoon Blaeu ist nicht mit dem holländischen Seefahrer Willem Janszoon zu verwechseln, der zur selben Zeit lebte.

(Wikipedia)