Jaillot, Alexis-Hubert : Le Cercle De La Haute-Saxe (1696)

 

Original Kupferstich von Alexis-Hubert Jaillot aus dem "Atlas François : Contenant les Cartes, et Tables Geographiques, des Empires, Monarchies, Royaumes, et Etats Du Monde ; à l'Usage de Monseigneur le Duc de Bourgogne" ( 1696).

Die Karte in altem Grenzkolorit zeigt Sachsen , Thüringen und Anhalt sowie angrenzend Teile von Franken, Böhmen, Schlesien, der Mark Brandenburg, Niedersachsen und Hessen.
Das Gebiet wird begrenzt durch Berlin (Norden), Sagan (Osten), Prag / Bamberg (Süden) und Schweinfurt / Göttingen (Westen).

Oben links figürliche, mit gekröntem Wappen und floraler Umrandung geschmückte Titelkartusche "Le Cercle De La Haute-Saxe : oú sont compris Le Duché Et Eslectorat De Saxe, Les Marquisats De Misnie Et De Lusace, Le Landgraviat de Thuringe etc. ; à l'Usage De Monseigneur Le Duc De Bourgogne ".

Über der Abbildung Kopftitel "Circuli Saxoniae Superioris Tabula, Ad Usum Serenissimi Burgundiae Ducis, Pariis 1996" .

Unten links barocker, rebenumrankter Meilenanzeiger mit Putti (Mille Pas Geometriques ou Milles d'Italie, Lieües Communes d'Allemagne).

Mit Suchnetz.

Vgl.
Mireille Pastoureau, Les Atlas Imprimés en France avant 1700. In: Imago Mundi, Vol. 32. (1980), pp. 45-72.

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Jaillot, Alexis-Hubert *1632-1712*

Maßstab : [Ca. 1:740.000]

Erschienen: Pariis, 1696

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 43 x 40 cm

Größe des Blattes: 57 x 48,5 cm

Zustand : sehr gut und dekorativ

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Alexis Hubert Jaillot, ( * 1632 in Avignon, + 1712 in Paris), Königlicher Geograph und Kupferstecher

Jaillot folgte im Jahre 1657 seinem älteren Bruder Piere Simon nach Paris. Seit 1664 war er dort Schüler an der Akademie St. Lukas. 1665 war er bereits „sculpteur du roi“. Nach der Eheschließung mit der Tochter des hauptsächlich Landkarten kolorierenden und vertreibenden Kupferstichhändlers Nicolas Berey widmete er sich ausschließlich der Geographie und dem Kartenstechen. Seit 1678 durfte er sich „sculpteur et géograph ordinaire du roi“ nennen. In den Jahren 1668 bis 1699 gab er die nach Zeichnungen der Sansons (Vater und Söhne) hergestellten „Quatre parties du monde“ heraus. 1681 erschien der „Atlas nouveau“, später erweitert als „Atlas francais“ (2 Bände), der Ludwig IX. gewidmet war. Ferner veröffentlichte er das Seekartenwerk „Le Neptune Francais ...“, 1693.

Seine Karten wurden als besonders schön, genau und handlich sehr geschätzt.

(Hans Harms)