Schenk, Pieter : Aemmter COLDIZ, LEISSNIG, ROCHLIZ, und SCHUL-AMMT GRIMMA (1749)

 

Original Kupferstich von Pieter Schenk (dem Jüngeren) aus "Neuer Saechsischer Atlas" aus dem Jahre 1749.

Zur Datierung vgl. Wiegand, S. 177 Nr. 43.

Zeigt die in der Zeit bestehenden Ämter Coldiz, Leissnig, Rochliz, Grimma, Mügeln und Sornzig sowie angrenzende Ämter.

Das gezeigte Gebiet liegt südöstlich von Leipzig in den heutigen Landkreisen Muldentalkreis, Torgau-Oschatz und Döbeln. Mittig die Umgebung von Leissnig - Colditz - Rochlitz.

Links unten ornamentale Titelkartusche "ACCURATE Geographische Delineation derer in dem Churfürstenthum Sachsen, gelegenen und zum Leipziger Creisse Gehörigen Aemmter COLDIZ, LEISSNIG, ROCHLIZ, und SCHUL-AMMT GRIMMA ingleichen MÜGELN, und SORNZIG : samt vielen andern angrenzenden Aemtern ; mit Königl. und Churfürstl. Sachsl. Previlegio".

Rechts unten detaillierte Erklärungen (z. B. Postwechsel, Kirchenzugehörigkeit, Gasthöfe etc.).

Rechts und links neben der Karte Ortsregister, getrennt nach Ämtern, mit Suchnetz.

Unten mittig Meilenanzeiger (1 Deutsche Meile = 6,2 cm).

Sehr dekorative, detallierte und informative Karte.

Vgl.
Wiegand, Peter: Bella cartographica. Die Grafen von Schönburg, Peter Schenks 'Atlas Saxonicus Novus' und die Karten der Zürnerschule. In: Neues Archiv für sächsische Geschichte 78 (2007), S. 123-188 (S. 177, Nr. 43)
Hans BESCHORNER, Einige Bemerkungen zu dem sogenannten Schenkschen Atlas, in: Neues Archiv für Sächsische Geschichte 24, 1903, S. 327-335 PDF


Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Schenk, Pieter

Maßstab : [Ca. 1:120.000]

Erschienen: Amsterdam : P. Schenk, 1749

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 49 x 60 cm

Größe des Blattes: 53,5 x 63 cm

Zustand : sehr gut und dekorativ

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

PETER SCHENCK D. A. (auch: Schenk & Pieter, Petrus) * 26.12.166o in Elberfeld (Wuppertal); + 1718/19 in Amsterdam

Kartenstecher, Verleger

Peter Schenck, von deutscher Herkunft, lernte in Amsterdam bei dem Kupferstecher und Kunsthändler Gerard Valck, mit dem er dann jahrelang zusammenarbeitete und dessen Tochter er heiratete. Sie erhielten das Privileg, einen Atlas herauszugeben und vollendeten das zweibändige Werk unter teilweiser Verwendung von Platten Blaeus im Jahre 1683. Selbständig, dann auch unter Mithilfe seines Sohnes, schuf Schenck die Karten- und Ansichtenbände »Atlas contractus« (um 1700), »Hecatompolis« (1702), »Le Theatre de Mars« (1706) und andere. Er bereiste Deutschland mehrfach und war in den Jahren 1700-1711 regelmäßig auf der Leipziger Messe vertreten. Obwohl er persönlich sehr schaffensfreudig war, sind später viele der Blätter, die ihn nur als Verleger nennen, von Mitarbeitern in seiner umfangreichen Werkstatt geschaffen worden.

Sein graphisches Lebenswerk, das auch Bildnisse, galante Szenen und biblische Darstellungen, meist in Schabkunstmanier, umfasste, wurde von seinem ebenfalls schöpferischen Sohn fortgeführt.

(Hans Herms)

 

Peter Schenk der Jüngere (* 1698 ; † 1775 )

war ein deutscher Kupferstecher und Kartenverleger.

Auch Peter Schenck jun. veröffentlichte Karten und Atlanten (Kriegsatlas, 1735; Atlas von Sachsen, 1752).