Schenk, Pieter : Dahme und Jüterbog (1750)

 

Original Kupferstich von Pieter Schenk (dem Jüngeren) aus "Neuer Saechsischer Atlas" aus dem Jahre 1750.

Zur Datierung vgl. Wiegand, S. 178 Nr. 48.

Die großmaßstäbliche, sehr detailreiche Karte zeigt die Herrschaft Baruth und die Ämter Jüterbog und Dahme sowie angrenzende Gebiete. Die Ämter und die Herrschaft sind durch hellrote und hellgelbe Flächenkolorierung voneinander abgegrenzt.

Auf der Karte sind weite Teile des Gebietes südlich von Berlin im heutigen Brandenburg in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming abgebildet. Im Norden Potsdam, südlich bis Schönwalde, westlich Brück / Zahna, östlich Buchholz / Luckau.

Oben links Titelkartusche "Accurate Geographische Delineation Derer Zum Fürstenthum Querfurth gehörigen zwey Aemmter Dahme und Jüterbog : mit allen angrenzenden Staedten, Flecken und Dorffschafften ; mitt Königl. Pohl. und Churfürstl. Sachs. Previlegio".

Oben rechts ausführliches Orstregister (mit Suchnetz).

Unten links Legende und Erläuterungen (z. B. Postwechsel, Weinberge, Viehaltung etc.).

Unten rechts Meilenanzeiger (gemeine Teutsche Meile).

Sehr dekorative Karte.

Vgl.
Wiegand, Peter: Bella cartographica. Die Grafen von Schönburg, Peter Schenks 'Atlas Saxonicus Novus' und die Karten der Zürnerschule. In: Neues Archiv für sächsische Geschichte 78 (2007), S. 123-188 (S. 178, Nr. 48)
Hans BESCHORNER, Einige Bemerkungen zu dem sogenannten Schenkschen Atlas, in: Neues Archiv für Sächsische Geschichte 24, 1903, S. 327-335 PDF


Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Schenk, Pieter *1698-1775*

Maßstab : [Ca. 1:120.000]

Erschienen: Amsterdam : P. Schenk, [ca. 1750]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 59 x 50 cm

Größe des Blattes: 62,5 x 54 cm

Zustand : sehr gut und dekorativ

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

PETER SCHENCK D. A. (auch: Schenk & Pieter, Petrus) * 26.12.166o in Elberfeld (Wuppertal); + 1718/19 in Amsterdam

Kartenstecher, Verleger

Peter Schenck, von deutscher Herkunft, lernte in Amsterdam bei dem Kupferstecher und Kunsthändler Gerard Valck, mit dem er dann jahrelang zusammenarbeitete und dessen Tochter er heiratete. Sie erhielten das Privileg, einen Atlas herauszugeben und vollendeten das zweibändige Werk unter teilweiser Verwendung von Platten Blaeus im Jahre 1683. Selbständig, dann auch unter Mithilfe seines Sohnes, schuf Schenck die Karten- und Ansichtenbände »Atlas contractus« (um 1700), »Hecatompolis« (1702), »Le Theatre de Mars« (1706) und andere. Er bereiste Deutschland mehrfach und war in den Jahren 1700-1711 regelmäßig auf der Leipziger Messe vertreten. Obwohl er persönlich sehr schaffensfreudig war, sind später viele der Blätter, die ihn nur als Verleger nennen, von Mitarbeitern in seiner umfangreichen Werkstatt geschaffen worden.

Sein graphisches Lebenswerk, das auch Bildnisse, galante Szenen und biblische Darstellungen, meist in Schabkunstmanier, umfasste, wurde von seinem ebenfalls schöpferischen Sohn fortgeführt.

(Hans Herms)

 

Peter Schenk der Jüngere (* 1698 ; † 1775 )

war ein deutscher Kupferstecher und Kartenverleger.

Auch Peter Schenck jun. veröffentlichte Karten und Atlanten (Kriegsatlas, 1735; Atlas von Sachsen, 1752).