Visscher , Nicolaes : Superioris Alsatiae nec non Brisigaviae et Suntgaviae Geographica Tabula (1690)

 

Original altkolorierte Kupferstichkarte "Superioris Alsatiae" aus dem Atlas Minor Sive Geographia Compendiosa von Nicolaes Visscher (1690).

Anmerkung: Die Bezeichnung "Atlas minor" ist irreführend. Es handelt sich hier um eine großformatige Karte!

Die großformatige, sehr dekorative Karte zeigt Elsaß, Suntgau und Breisgau und den Schwarzwald mit dem Rheinlauf von der Ortenau bei Offenbach bis Schaffhausen sowie angrenzende Gebiete. Die Karte wird begrenzt durch Blanmont (W), die Ortenau (N), Rottweil / Schaffhausen (O), Laufenburg / Rheinfelden / Basel (S). Im Mittelpunkt liegen Freiburg / Breisach.

Rechts mittig große, figürliche, altkolorierte Titelkartusche "Superioris Alsatiae nec non Brisigaviae et Suntgaviae Geographica Tabula : in qua subiacentia Territoria distincte ostenduntur ; cum Privil. Ordin. General. Belg. Foedti. / ex conatibus Nicolai Visscher" mit Putten, Meergott und Krieger.

Darunter Meilenzeiger "Milliaria Germanica Communia, Milliaria Gallica sive Horae Itineris". Mit Suchnetz.

Vgl.
Koeman, Atlantes Neerlandici, Vol. III, S. 178, 89

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Visscher, Nicolaes

Maßstab : [Ca. 1:280.000]

Erschienen: [Amsterdam] : Nicolaus Visscher, [ca. 1690]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 55 x 45 cm

Größe des Blattes: 65,5 x 54,5 cm

Zustand : sehr gut und dekorativ

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Claes Janszoon Visscher (* 1587; † 1652 in Amsterdam) war der Begründer einer niederländischen Kunsthändler-, Kupferstecher- und Verleger-Dynastie.

Sein umfangreiches Werk besteht aus rund 120 hauptsächlich topographischen Zeichnungen, aus rund 200 Drucken, darunter Landschafts- und Städteansichten, Randverzierungen auf Karten anderer Herausgeber sowie von ihm selbst entworfenen und publizierten Karten und Atlanten. Der von Visscher gegründete Verlag „In de Visscher“ war seit 1611 in der Amsterdamer Kalverstraat ansässig.
Visscher wurde als Sohn des Schiffszimmermanns Jan Claes Visscher geboren. Seine künstlerischen Lehrer sind nicht bekannt, aufgrund von Stilvergleichen nimmt man aber an, dass er ein Schüler David Vingboons war. Bis zum Beginn der 1620er Jahre arbeitete Visscher als Zeichner und Kupferstecher. Seine kartographischen Arbeiten in dieser Zeit beschränkten sich weitgehend auf das Stechen von Randbordüren für die Karten von Willem Janszoon Blaeu, Harman Allertszoon van Warmenhuysen und Pieter van den Keere.
Nachdem er 1623 die Druckplatten von van den Keeres Atlas „Germania Inferior“ übernommen hatte, betätigte Visscher sich als selbständiger Kartograph und Verleger. Im kartographischen Bereich lag sein Schwerpunkt auf Karten für die Niederlande, für Deutschland sowie von Belagerungen. Einige seiner Karten wurden in den Mercator-Hondius-Atlas aufgenommen.
Nach seinem Tod im Jahr 1652 übernahm sein Sohn Nicolaes Visscher I den Verlag, der bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts weiterbestand.

Nicolaes Visscher I (* 1618; † 1679 in Amsterdam) war ein niederländischer Kupferstecher, Kartograph und Verleger. Er gehörte zu der von seinem Vater Claes Janszoon Visscher begründeten niederländischen Kunsthändler-, Kupferstecher- und Verleger-Dynastie.

Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1652 übernahm er dessen Kunstverlag und setzte zunächst die Herausgabe der Atlanten und Karten fort, die sein Vater begonnen hatte. Danach begann er mit der Herausgabe von Werken unter seinem eigenen Namen. Gemeinsam mit seinem Sohn Nicolaes Visscher II (1649–1702) stach er eine große Menge Druckplatten und füllte so den Vorrat des Verlages weiter auf. In den Atlanten „Atlas Contractus“, „Atlas Minor“ und „Germania Inferior“ finden sich davon rund 170 Tafeln. Zwei erhalten gebliebene Verlagskataloge von 1677 und 1682 verzeichnen jedoch weitaus mehr Kunstdrucke, als kartographisches Material.
Nach Visschers Tod im Jahr 1679 wurde der Kartenverlag zunächst von seinem Sohn und dann von dessen Witwe Elisabeth Verseyl († 1726) weitergeführt. Nach deren Tod übernahm Andries de Leth, ein Mitarbeiter Nicolaes Visschers II, den Verlag, der Name „In de Visscher“ blieb bestehen. Später gelangte ein Teil der Kupferplatten der Visschers an Petrus Schenk II (1693-1775), der sie für zahlreiche Nachdrucke nutzte.

(Wikipedia)