L'Isle , Guillaume de ; Cóvens ; Mortier : Le Cours Du Rhin au dessus de Strasbourg (1741)

 

Original Kupferstich von Guillaume de L'Isle, verlegt bei Johannes Cóvens und Corneille Mortier in Amsterdam im Jahre 1741.

Rheinlaufkarte von Schaffhausen bis Straßburg. Zeigt Südbaden mit dem Breisgau, Schwarzwald und dem Rheinlauf . Linksrheinisch der Oberelsaß.

Teil 3 der dreiteiligen Rheinkarte von Delisle.

Titelleiste über der Karte : "Le Cours Du Rhin au dessus de Strasbourg et les Pais Adjacens. Par Guillaume De L'Isle de l'Academie Royale des Sciences. A Amsterdam Chez Jean Covens et Corneille Mortier Geographes."

Meilenanzeiger unter der Titelleiste (Lieues de France, Lieues d'Allemagne).

Vgl.
Hellwig, Fritz; Wolfgang Reiniger; Klaus Stopp: Landkarten der Pfalz am Rhein. 1513 - 1803. Katalog der gedruckten Karten mit einer kartenhistorischen Einführung. Bad Kreuznach Wolfgang Reiniger 1984, S. 30.
Stopp, Klaus / Langel, Herbert: Katalog der alten Landkarten in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe : unter Einbeziehung gedruckter Karten im Generallandesarchiv Karlsruhe , 1974, S. 122 (Go 60)
Marco van Egmond, The Secrets of a Long Life: The Dutch Firm of Covens & Mortier (1685-1866) and Their Copper Plates. In Imago Mundi, Vol. 54, 2002 (2002), pp. 67-86


Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Delisle, Guillaume ; Cóvens, Johannes ; Mortier, Corneille

Maßstab : [Ca. 1:240.000]

Erschienen: Amsterdam, 1741

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 62 x 46 cm

Größe des Blattes: 67 x 54,5 cm

Zustand : sehr gut

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Guillaume Delisle (auch de L'Isle) , (* 28. Februar 1675 in Paris; † 25. Januar 1726 ebenda), war ein französischer Kartograph.

1702 wurde er Mitglied der Pariser Académie des sciences, erhielt dazu den Titel eines königlichen Geographen und von Ludwig XIV. den Auftrag, seinen Urenkel (späterer König Ludwig XV.) in der Erdkunde zu unterrichten. Im Auftrag Peters den Großen lieferte er eine große Karte des Kaspischen Meers, dessen wahre Lage und Gestalt erst dadurch bekannt wurde. Delisle war der erste, der eine wissenschaftlich vergleichende Geographie anbahnte, indem er bei seinen Werken auch Reiseberichte und die Werke von Naturforschern benutzte. Er gab zahlreiche Landkarten heraus, die sich durch Eleganz und Schärfe von den früheren Karten unterschieden.

Sein Vater Claude Delisle (1644-1720) war ebenfalls ein Kartograph, Historiker und Geograph. Sein Bruder Joseph Nicolas Delisle (1688-1768) war ein bekannter Astronom. Sein jüngster Bruder Louis De l'Isle de la Croyère (1690-1741) war ebenfalls Astronom und Teilnehmer der von Vitus Bering geleiteten Großen Nordischen Expedition.

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Pieter (Pierre) Mortier (1661 - 1711) , Kartenverleger in Amsterdam

Über Mortiers Herkunft und Alter besteht keine Gewißheit. Seit 1685 war er als Graveur und Kartenhändler in Amsterdam "op de Vijgendam" tätig. 1690 wurde ihm die Genehmigung erteilt, Karten der Franzosen Sanson und Jaillot herauszugeben. 1693 erhielt er das Privileg für einen "Seeatlas über die ganze Welt", der eine erweiterte und verbesserte Ausgabe des "Neptune francois" darstellte. Er brachte ferner den Kriegsatlas von de Fer und den Atlas nouveau von de Wit (1702 und 1703) in Neuauflagen heraus. 1705 erschien ein "Atlas antiquus" in 3 Teilen mit 89 Karten, "so er aus anderen gesammelet, und alle selbst gestochen". So Zedler, der dazu bemerkt, dass der berühmte Johann Clerc die Karten in Ordnung gebracht und über 2000 Fehler darin geändert habe. 1706 übernahm er die Offizin de Wits.

Sein Unternehmen bestand nach 1730 unter der Firma Covens und Mortier fort.

(Hans Harms)