Braun , Georg ; Hogenberg , Frans : Cochem und Münstermaifeld (1576)

 

Original Kupferstich aus der Civitates Orbis Terrarum von Georg Braun und Franz Hogenberg aus dem Jahre 1576.

Das hier vorliegende Blatt zeigt

oben eine Stadtansicht von Cochem an der Mosel (Titelkartusche oben rechts "Chorographica descriptio Civitatis Cocheimensis et orientali parte facta Anno M. D. LXXVI")

und darunter den Grundriß des nahe gelegenen Ortes Münstermaifeld aus der Vogelperspektive.
Zwei Wappen oben links und rechts.
Titelkartusche unten links "Exactissima Civitatis Monasteriensis in Campo Meÿfeldensi sitae Chorographica des[criptio]".
Unten rechts Kartusche mit Legende der Gebäude von Münstermaifeld.
Links daneben Meilenanzeiger (Passus Geometrici).

Vgl.
Johannes Keuning, The "Civitates" of Braun and Hogenberg. In: Imago Mundi, Vol. 17. (1963), pp. 41-44.

Einen umfangreiche Sammlung von Stadtansichten aus der Civitates Orbis Terrarum von Georg Braun und Franz Hogenberg findet man online bei der Bibliothek der Hebrew University of Jerusalem.
http://historic-cities.huji.ac.il/mapmakers/braun_hogenberg.html#maps

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Hogenberg, Frans *1535-1590* ; Braun, Georg *1542-1622*

Maßstab :[Ca. 1:2.400] (Münstermaifeld)

Erschienen: Agrippinas//Köln,, 1576 [erschienen ca. 1598 - 1618]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 41 x 26 cm

Größe des Blattes: 42 x 37 cm

Zustand : gerahmt / sehr gut

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Georg Braun 1541-1622
Georg Braun war Theologe und der Herausgeber der Civitates Orbis Terrarum , einer Sammlung von Stadtansichten aus der ganzen Welt. Sie wurde in sechs Bänden zwischen 1572 und 1617 veröffentlicht. Die Civitates Orbis Terrarum waren offensichtlich als Begleitwerk zu dem Theatrum Orbis Terrarum von Abraham Ortelius gedacht. Grösse und Gestaltung waren dem Werk von Ortelius sehr ähnlich.

Franz Hogenberg 1535-1595
Franz Hogenberg (* 1535 in Mecheln, † 1590 in Köln) war ein Kupferstecher und Radierer. Er gab 1572 zusammen mit Georg Braun das Städteansichtenbuch Civitates Orbis Terrarum heraus. Auch zahlreiche Kupferstiche der von Dietrich Graminäus herausgegebenen Beschreibung derer Fürstlicher Güligscher ec. Hochzeit (Johann Wilhelms von Jülich-Kleve-Berg mit Jakobe von Baden), Köln 1587, stammen von Frans Hogenberg.

Im Jahre 1570 hatte der Niederländer Abraham Ortelius seinen berühmten Weltatlas Theatrum Orbis Terrarum veröffentlicht - der erste seiner Art. Der Atlas war ein großer Erfolg und deshalb wohl Anreiz für die Edition der Civitates Orbis Terrarum, die in Größe und Gestaltung dem Weltatlas von Ortelius recht ähnlich aufgemacht und wohl auch als eine Art Ergänzung gedacht waren.
Die Civitates Orbis Terrarum umfassen über 600 wirklichkeitsnahe Stadtansichten und Stadtpläne mit einem Gesamtumfang von ca. 1600 Seiten im Format 280x410 mm. Sie wurden in 6 Bänden zwischen 1572 und 1618 herausgegeben und zeigten alle größeren Städte in Europa, Afrika, Asien und sogar in Amerika. Als Verleger fungierte Georg Braun, ein Theologe, der von 1541 bis 1622 lebte. Frans Hogenberg war der Graveur für die ersten 4 Bände. Er schuf schon zuvor verschiedene Landkarten für Abraham Ortelius. Der 5. und 6. Band wurden von Simon van den Neuwel (auch: Novellanus) erstellt.
Für unser Wissen über mittelalterliche Stadtstrukturen - vor den immensen Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges und barocker Umbauten - sind diese Stiche von Hogenberg von einzigartiger Bedeutung. Zur Detailfülle von Stadt und Landschaft tritt die reich ausgestattete Staffage - Fuhrwerke, Schiffe, zeitgenössische Trachten sowie jeweils zahlreiche Genreszenen. Dekorative Wappen und Einzelaufrisse kommen hinzu.
Die Platten kamen später in den Besitz des Kartenherstellers Jan Janssen aus Holland. Er führte verschiedene Modifikationen durch und legte die Städteansichten im Jahr 1657 in Amsterdam neu auf.
Die Civitates Orbis Terrarum von Braun und Hogenberg sind wegen ihrer kunstvollen Ausgestaltung heute von Sammlern sehr geschätzt.
(Wikipedia)