Jansson, Jan : Archiepiscopatus Trevirensis (1645)

 

Original Kupferstich von Jan Jansson aus dem Jahre 1645.

Zur Datierung der Karte vgl. Keuning, Nr. 673. Die Karte erschien erstmals 1641 in der niederlaändischen Ausgabe des Atlas Novus.

Die Karte zeigt das Erzbistum Trier mit dem Gebiet zwischen Limburg, Nassau, Mainz, St. Wendel und Luxemburg. Die Gebirge, Flüsse, Seen und größere Städte sind hervorgehoben. Besonders der Flußverlauf der Mosel ist nahezu geographisch genau dargestellt.

Unten rechts prachtvolle Rollwerktitelkartusche "Archiepiscopatus Trevirensis" mit dem Wappen des Erzbistums Trier.

Rechts daneben dekorative Darstellung eines Trierer Kurfürsten im hermelinbesetzten Mantel und Kurfürstenhut.

Links unten Meilenzeigerkartusche (Milliaria Germanica communia, Milliaria Gallica communia), darüber Druckvermerk: "Joannes Janssonius excudit".

Sechs Wappen der angrenzenden Herrschaften in der Karte.

Auf der Rückseite Erklärungen mit der Überschrift "Archiepiscopatus Trevirensis" mit hübschem Initial "T".

Vgl.
Johannes Keuning, The Novus Atlas of Johannes Janssonius. In: Imago Mundi, Vol. 8. (1951), pp. 71-98; hier: Nr. 673
JANSSONIUS,J. , Novus atlas absolutissimus, das ist general Welt-Beschreibung mit allerley schönen und neuen Land-Carten gezieret. Der andere Theil begreifet Teutschland. Nachdruck der Ausgabe Amsterdam 1657/70. Vollst. Faksimile der 92 Karten nach dem exemplar der Bayer. Staatsbibl. München. Mit e. Einführung von Traudl Seifert. München, Battenberg, 1977.

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Jansson, Jan *1588-1664*

Maßstab : [Ca. 1:380.000]

Erschienen: [Amsterdam], [1645]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 46 x 39 cm

Größe des Blattes: 63 x 53 cm

Zustand : noch gut (Randläsuren, Mittelfalte 10 cm gelöst)

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Johann Janssonius (* 1588; † 1664; eigentlich Jan Jansson) war ein niederländischer Kartograph und Verleger.

Janssonius führte auch die Herausgabe der Atlanten von Mercator-Hondius fort. Im Jahre 1612 heiratet er die Tochter Elisabeth von Jodocus Hondius (1563-1612). Da Hondius der Eigentümer der Druckplatten von Mercator war, arbeiten sie zusammen, nach Jodocus Hondius' Tod mit seinen Söhnen Jodocus II und Henricus, an neuen Ausgaben des Atlasses von Mercator. 1633 erfolgte die Herausgabe des zweiten Bands des Atlasses. Dieser wird häufig bezeichnet als Mercator-Hondius-Janssonius. Das bedeutendste Werk von Jan Janssonius ist der Atlas "Theatre du Monde" oder „Novus Atlas“, veröffentlicht 1639 in drei Bänden. Durch die ständigen Ergänzungen hat der Atlas im Jahre 1662 elf Bände. Er entwickelte sich zum schärfsten Konkurrenten von Blaeus "Atlas Major".

Nach dem Tod von Jansson wurde die Gesellschaft von seinem Schwager Waesberg weiter geführt. 1694 wurden die Druckplatten von Janssonius von Peter Schenk (ca. 1645-1715) erworben.

(Wikipedia)