Jaillot, Alexis-Hubert : Le Cercle De Westphalie (1700)


Original grenzkolorierte Kupferstichkarte "Le Cercle De Westphalie" von Guillaume Sanson, gestochen von Louis Cordier bei Alexis-Hubert Jaillot (1700).

Die Karte zeigt den Westfälischen Kreis von der Nordseeküste mit den ostfriesischen Inseln bis zum nördlichen Teil des Erzbistums Trier im Süden. Die Karte wird begrenzt durch die Linie Hannover - Kassel im Osten, die Lahn mit Wetzlar und Gießen, die Mosel bis Cochem im Süden und die Linie Lüttich - Arnheim im Westen.

Oben rechts dekorative Titelkartusche "LE CERCLE DE WESTPHALIE : divisé en tous ses ESTATS ET SOUVERAINETES ; Avec Privilege du Roy / Par le Sr. SANSON. Cordier Sculpsit" mit Jagdmotiven.

Unten rechts Kartusche mit Meilenanzeigern (20 Milles Pas Geometriques = 5 cm ; 5 Lieues Communes d'Allemagne = 5 cm). Darunter Stechervermerk "Cordier Sculpsit".

Karte leicht gegilbt, gering fleckig, knick- und knitterfaltig. Sonst gut erhalten. Schöner klarer Abdruck.

Vgl.
Mireille Pastoureau, Les Atlas Imprimés en France avant 1700. In: Imago Mundi, Vol. 32. (1980), pp. 45-72.

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Sanson, Guillaume * 1633-1703* ; Cordier, Louis ; Jaillot, Alexis-Hubert *1632-1712*

Maßstab : [Ca. 1:750.000]

Erschienen: Paris : Iaillot, 1700

Anmerkungen : Original Kupferstichkarte

Größe der Abbildung : 44 x 64 cm

Größe des Blattes: 56 x 76 cm

Zustand : gleichmäßig leicht gebräunt und mit leichten Randläsuren; sonst gut und dekorativ

 

 

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Nicolas Sanson, der Ältere (* 20. Dezember 1600 in Abbeville, Frankreich; † 7. Juli 1667 in Paris)

war ein französischer Kartograph. Seine Vorfahren stammten aus Schottland. In den Jahren 1618 bis 1667 schuf Sanson etwa 300 einzelne Karten sowie Atlanten und illustrierte Texte.

Seine Arbeit wurde von seinen Söhnen Nicolas Sanson (* 1626 Schottland; † 27. August 1648 in Paris), Adrien Sanson († 1708) und Guillaume Sanson († 1703), seinem Neffen Pierre Duval (* 1619; † 1683), seinem Enkel Pierre Moulard Sanson († 1730) und Gilles Robert de Vaugondy (* 1688; † 1766) fortgeführt.

(Wikipedia)

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Alexis Hubert Jaillot, ( * 1632 in Avignon, + 1712 in Paris), Königlicher Geograph und Kupferstecher

Jaillot folgte im Jahre 1657 seinem älteren Bruder Piere Simon nach Paris. Seit 1664 war er dort Schüler an der Akademie St. Lukas. 1665 war er bereits „sculpteur du roi“. Nach der Eheschließung mit der Tochter des hauptsächlich Landkarten kolorierenden und vertreibenden Kupferstichhändlers Nicolas Berey widmete er sich ausschließlich der Geographie und dem Kartenstechen. Seit 1678 durfte er sich „sculpteur et géograph ordinaire du roi“ nennen. In den Jahren 1668 bis 1699 gab er die nach Zeichnungen der Sansons (Vater und Söhne) hergestellten „Quatre parties du monde“ heraus. 1681 erschien der „Atlas nouveau“, später erweitert als „Atlas francais“ (2 Bände), der Ludwig IX. gewidmet war. Ferner veröffentlichte er das Seekartenwerk „Le Neptune Francais ...“, 1693.

Seine Karten wurden als besonders schön, genau und handlich sehr geschätzt.

(Hans Harms)