Blaeu: Taurica Chersonesus, Nostra aetate Przecopsca, et Gazara dicitur (1635)

Original Kupferstich von Willem Janszoon, Joan und Cornelis Blaeu, erstmals erschienen im "Toonneel des Aerdrycks, ofte Nieuwe Atlas" im Jahre 1635.

Zur Datierung vgl. Keuning S. 82, Nr. 225.

Die sehr dekorative Karte in leuchtendem Altkolorit zeigt die Ukraine mit der Halbinsel Krim mit einem Teil von Litauen, Russland, Tatarien, Moldawien und der nördlichen Küste des Schwarzen Meeres. Das Gebiet wird begrenzt durch Smolensk / Moskau (N), die Ostküste des Schwarzen Meeres, die Südspitze der Krim und Tschernobyl (W).

Titelkartusche "Tavrica Chersonesvs, Nostra aetate Przecopsca, et Gazara dicitur" oben rechts.

Maßstabskartusche (Milliaria Germanica) unten links.

3 Segelboote im Schwarzen und im Asowschen Meer.

Auf der Rückseite die Seiten 23 u. 26 des Atlanten von Blaeu mit erläuterndem Text in lateinischer Sprache unter der Überschrift "Tavrica Chersonesvs" mit hübschem Intitial "T".

Vgl.
Johannes Keuning, Blaeu's „Atlas“; In: Imago Mundi, Vol. 14. (1959), S. 74-89.

Einen nahezu vollständigen Band I des Atlas Maior (1662) "Europa-Germania-Germania Inferior" von Joan Blaeu findet man online bei der Bibliothek der University of California, Los Angeles (UCLA) im JPG-Format (150 dpi) http://www.library.ucla.edu/yrl/reference/maps/blaeu/index.htm#

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Blaeu, Joan *1596-1673* ; Blaeu, Cornelis *1610-1644* ; Blaeu, Willem Janszoon *1571-1638*

Maßstab : [Ca. 1:3.100.000]

Erschienen: Amsterdami : Guiljelmo et Johannem Blaeu, 1635

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 50 x 38 cm

Größe des Blattes: 60 x 51 cm

Zustand : sehr gut

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Ausschnitt Krim

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Willem Janszoon Blaeu (* 1571 in Alkmaar, Niederlande; † 1638 in Amsterdam; auch: Willem Jansz, Guilielmus Janssonius, Willems Jans Zoon, Guilielmus oder G. Blaeu) war ein niederländischer Kartograph.

Blaeu wurde 1571 in Alkmaar geboren. Von 1594 bis 1596 lernte er die Astronomie und Kartographie bei Tycho Brahe. 1600 entdeckte er den veränderlichen Stern P Cygni. Um 1603 ließ er sich in Amsterdam nieder, wo er anfing, Erdgloben anzufertigen. Schon bald stellte er auch Land- und Seekarten her, darunter 1605 eine Weltkarte. Im Jahr 1633 ernannte ihn die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) zu ihrem offiziellen Kartographen. Er starb 1638 in Amsterdam.

Sein Sohn Joan Blaeu (1596–1673) setzte seinen Betrieb fort. Sein 1662 erstmalig erschienener elfbändiger Atlas Maior gehörte zu den aufwendigsten und teuersten europäischen Kartenwerken des 17. Jahrhunderts.

Nach der Vernichtung der Werkstatt im Amsterdamer Brand von 1672 und dem Tode Joan Blaeus im darauffolgenden Jahr wurde der von Willem Blaeu gegründete Verlag 1698 schließlich aufgelöst.

Willem Janszoon Blaeu ist nicht mit dem holländischen Seefahrer Willem Janszoon zu verwechseln, der zur selben Zeit lebte.

(Wikipedia)