Mercator, Gerhard: Stiria (1589)

 

Original Kupferstich von Gerhard Mercator ab dem Jahre 1589.

Zur Datierung vgl. Keuning Nr. 67. Die Karte erschien erstmals im Jahre 1589 im ATLAS.

Die Karte zeigt die Steiermark mit angrenzenden Gebieten von Ungarn, Kärnten und Niederösterreich. Im Mittelpunkt der Karte Graz.
Die Karte erschien erstmals im Jahre 1589 im Mercator-Atlas, die erste französische Ausgabe erschien 1607 (Keuning).

Oben rechts Titelkartusche "Stiria".

Darunter Meilenanzeiger ( Miliaria Germanica communia ).

Unten rechts Vermerk des Verfassers " Per Gerardum Mercatorem / Cum Privilegio ".

Verso französischer Text mit dem Titel " Stirie, Vulgairement Stirmarck " mit hübschem Initial " S ".

Vgl.
J. Keuning, The History of an Atlas: Mercator. Hondius. In: Imago Mundi, Vol. 4. (1947), pp. 37-62, Nr. 67
Wolff, Hans (Hrsg.): Vierhundert Jahre Mercator, Vierhundert Jahre Atlas: 'Die ganze Welt zwischen zwei Buchdeckeln', Eine Geschichte der Atlanten / Hrsg. im Auftrag der Bayerischen Staatsbibliothek. - Weissenhorn in Bayern : Anton H. Konrad Verlag, 1995. (Ausstellungskatalog / Bayerische Staatsbibliothek)
Mercator, G., Atlas sive Cosmographicae Meditationes Fabrica Mundi et Fabricati Figura. Faksimile der Originalausgabe des Atlasses von 1595, Zürich, Coron, 1988, I6

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Mercator, Gerhard *1512-1594*.

Maßstab : [Ca. 1:500.000]

Erschienen: [ab 1589]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 41 x 30 cm

Größe des Blattes: 55 x 45,5 cm

Zustand : gut

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Gerhard Kremer, eines armen Schuhmachers Sohn, erhielt den ersten Unterricht in Gangelt an der heutigen deutsch-niederländischen Grenze, dem Wohnsitz seiner Eltern, und später in Herzogenbusch. 1530 begann er mit dem Studium der Philosophie, dann der Mathematik, Astronomie und Kosmographie in Löwen. Der nur vier Jahre ältere Gemma Frisius war sein Lehrer. 1538 schuf er seine erste Weltkarte in Doppelherzprojektion nach 0. Finé. 1540 folgte die Karte von Flandern (4 Bl. zs. 95x123 cm), die im Museum Plantin-Moretus in Antwerpen gezeigt wird. Im gleichen Jahre veröffentlichte er die kleine, erfolgreiche Abhandlung, in der er sich für die Anwendung der Antiqua- und Kursivschrift auf Karten einsetzt. 1541 erschien der erste seiner zahlreichen Erd- und Himmelsgloben. Im März 1552 ließ er sich in Duisburg nieder, wo bald darauf die bedeutende Karte von Europa herauskam (15 Bl., Kupferstich, gesamt 120 x 147 cm). 1569 im August übergab er dann seine berühmte Weltkarte der Öffentlichkeit, die für Seefahrer bestimmt war und deren Projektion noch heute angewendet wird. Schließlich, nach einer Ptolemäus-Ausgabe (Köln 1578-1584). bereitete er nur noch seinen großen Atlas vor, dessen vollständiges Erscheinen er aber nicht erlebte (1595).

(Hans Harms)