Mercator, Gerhard : Argow (1602)

 

Original Kupferstich von Gerhard Mercator, verlegt in Amsterdam etwa im Jahre 1602.

Zur Datierung vgl. Keuning Nr. 16. Die Karte erschien erstmals im Jahre 1585 im ATLAS.

Zeigt die schweizer Kantone Aargau, Luzern, Schwyz, Uri, Unterwalden und Teile Zürichs.

Unten links Signatur des Verfassers "Per Gerardum Mercatorem / Cum privilegio".

Unten rechts Meilenanzeiger (Miliare Helveticum commune).

Vgl.
J. Keuning, The History of an Atlas: Mercator. Hondius. In: Imago Mundi, Vol. 4. (1947), pp. 37-62, Nr. 16
Wolff, Hans (Hrsg.): Vierhundert Jahre Mercator, Vierhundert Jahre Atlas: 'Die ganze Welt zwischen zwei Buchdeckeln', Eine Geschichte der Atlanten / Hrsg. im Auftrag der Bayerischen Staatsbibliothek. - Weissenhorn in Bayern : Anton H. Konrad Verlag, 1995. (Ausstellungskatalog / Bayerische Staatsbibliothek)

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Mercator, Gerhard *1512-1594*

Maßstab : [Ca. 1:340.000]

Erschienen: [Amstelodami//Amsterdam] : [1602]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 45 x 34 cm

Größe des Blattes: 51,5 x 48 cm

Zustand : gut

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Gerhard Mercator (eigentlich Gerard De Kremer, latinisiert: Gerardus Mercator) (* 5. März 1512 in Rupelmonde, Flandern; † 2. Dezember 1594 in Duisburg) war ein Mathematiker und Kartograf, der schon zu Lebzeiten als der Ptolemäus seiner Zeit angesehen wurde.

Mercator sah sich selbst mehr als wissenschaftlichen Kosmografen, und nicht als jemand, der seinen Lebensunterhalt mit der Herstellung und dem Verkauf von Karten verdienen musste. Seine Produktion war nicht gerade sehr umfangreich: Wir kennen nur ein Globen-Paar, fünf Wandkarten und eine unvollendete Kosmographie. Die meisten seiner Werke sind heute in der Schatzkammer des Kultur- und Stadthistorischen Museum der Stadt Duisburg ausgestellt.

Mercator lebte seit 1552 in Duisburg. Er schuf die erste Europakarte (1562) und das erste Kartensammelwerk, den Atlas ("Atlas sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et Fabricati Figura", 1595).

Die neue Universität in Duisburg, heute Universität Duisburg-Essen, war bis zur Fusion mit der Universität Essen nach dem Kartografen Gerhard-Mercator-Universität benannt. Zu der am Campus Duisburg bestehenden Mercator School of Management passt der Name besonders gut, weil Mercator auf Latein Kaufmann bedeutet. Des Weiteren sind ein Duisburger Gymnasium, ein Veranstaltungs- und Kongresszentrum (Mercatorhalle), ein Einkaufszentrum in Duisburg-Meiderich sowie ein Moerser Berufskolleg nach ihm benannt, ebenso die südliche Ringstraße Mercatorstraße/Kremerstraße in der Duisburger Innenstadt.