Mercator / Hondius : Saltzburg archiepiscopatus cum ducatu Carinthiae (1627)

 

Original Kupferstich von Gerhard Mercator, verlegt bei Henricus Hondius in Amsterdam im Jahre 1627.

Zur Datierung vgl. Keuning Nr. 177.

Zeigt das Erzbistum Salzburg und das Herzogtum Kärnten.

Oben rechts Titelkartusche "Saltzburg archiepiscopatus cum ducatu Carinthiae".

Unten rechts Signatur des Verfassers "Per Gerardum Mercatorem / Cum privilegio".

Links daneben Meilenzeiger (Miliaria Germanica Communia).

Daneben links Verlegeradresse von Hondius mit Datierung "Amstelodami, Sumptibus Henrici Hondi.1627.".

Vgl.
J. Keuning, The History of an Atlas: Mercator. Hondius. In: Imago Mundi, Vol. 4. (1947), pp. 37-62, Nr. 177
Wolff, Hans (Hrsg.): Vierhundert Jahre Mercator, Vierhundert Jahre Atlas: 'Die ganze Welt zwischen zwei Buchdeckeln', Eine Geschichte der Atlanten / Hrsg. im Auftrag der Bayerischen Staatsbibliothek. - Weissenhorn in Bayern : Anton H. Konrad Verlag, 1995. (Ausstellungskatalog / Bayerische Staatsbibliothek)
van der Krogt, Koeman's Atlantes Neerlandici, Vol. I, S. 157 ff., 1:311.2, Nr. 49; Schaup, Salzburg auf alten Landkarten 1551-1866/67, S. 70 ff., Nr. 2.1.1.2

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Mercator, Gerhard *1512-1594* ; Hondius, Henricus

Maßstab : [Ca. 1:520.000]

Erschienen: Amstelodami//Amsterdam : Henricus Hondius, [1627]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 46 x 32 cm

Größe des Blattes: 57,5 x 47,5 cm

Zustand : gut

-----------------------------------------

Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Gerhard Mercator (eigentlich Gerard De Kremer, latinisiert: Gerardus Mercator) (* 5. März 1512 in Rupelmonde, Flandern; † 2. Dezember 1594 in Duisburg) war ein Mathematiker und Kartograf, der schon zu Lebzeiten als der Ptolemäus seiner Zeit angesehen wurde.

Mercator sah sich selbst mehr als wissenschaftlichen Kosmografen, und nicht als jemand, der seinen Lebensunterhalt mit der Herstellung und dem Verkauf von Karten verdienen musste. Seine Produktion war nicht gerade sehr umfangreich: Wir kennen nur ein Globen-Paar, fünf Wandkarten und eine unvollendete Kosmographie. Die meisten seiner Werke sind heute in der Schatzkammer des Kultur- und Stadthistorischen Museum der Stadt Duisburg ausgestellt.

Mercator lebte seit 1552 in Duisburg. Er schuf die erste Europakarte (1562) und das erste Kartensammelwerk, den Atlas ("Atlas sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et Fabricati Figura", 1595).

Die neue Universität in Duisburg, heute Universität Duisburg-Essen, war bis zur Fusion mit der Universität Essen nach dem Kartografen Gerhard-Mercator-Universität benannt. Zu der am Campus Duisburg bestehenden Mercator School of Management passt der Name besonders gut, weil Mercator auf Latein Kaufmann bedeutet. Des Weiteren sind ein Duisburger Gymnasium, ein Veranstaltungs- und Kongresszentrum (Mercatorhalle), ein Einkaufszentrum in Duisburg-Meiderich sowie ein Moerser Berufskolleg nach ihm benannt, ebenso die südliche Ringstraße Mercatorstraße/Kremerstraße in der Duisburger Innenstadt.

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Henricus (Hendrick) Hondius (1597-1651)

Der jüngere Sohn von Jodocus Hondius Sr., Henricus Hondius, unterstützte seinen Vater und seine Brüder imVerlagsgsgeschäft bis 1621, als er sein eigenes Unternehmen in Amsterdam gründete. Er aktualisierte die Kupferplatten der Familie. 1641 gab er die letzte Ausgabe des Mercator-Hondius Atlasses unter seinem Namen heraus.

Neben der Blaeu-Familie war die Hondius-Familie möglicherweise die wichtigste Familie der Künstler des Kartenbildes in der Geschichte der Kartographie.