Jansson , Jan : Vermandois (1636)

 

Original Kupferstich von Jan Jansson aus dem Jahre 1636.

Zur Datierung der Karte vgl. Keuning, The History of an Atlas..., Nr. 424 sowie Koeman, S. 69. Die Karte erschien erstmals 1636 in der deutschen Ausgabe des Mercator Atlas.

Doppelblattgroße, dekorative und altkolorierte Kupferstichkarte der Grafschaft Vermandois in der Picardie.

Die Grafschaft im Norden Frankreichs liegt im Dreieck Paris, Reims und Lille. Die Landschaft wird geprägt durch die Flüsse Oise und Somme. Im Mittelpunkt der Karte liegt das Städtchen St. Quentin. Westorientierte Karte, d.h. auf der Karte ist Westen oben.

Unten links Titelkartusche "Vermandois".

Rechts Verleger- und Privilegvermerk "Avec Privilege du Roy - Amstelodami Apud Joannem Janßonium".

Daneben Hinweis auf Melchior Tavernier "Et se vendent a Paris chez Melchior Tavernier
demeurant sur l'isle du Palais a la Sphere
".

Rechts oben Meilenanzeiger (Miliaria Gallica communia, Miliaria Germanica communia).

Verso Text in deutscher Sprache mit kolorierter figürlicher Initiale "P".

Vgl.
J. Keuning, The History of an Atlas: Mercator. Hondius. In: Imago Mundi , Vol. 4. (1947), pp. 37-62, Nr. 424
Johannes Keuning, The Novus Atlas of Johannes Janssonius. In: Imago Mundi, Vol. 8. (1951), pp. 71-98
Cornelis Koeman, The Theatrum Universae Galliae, 1631. An Atlas of France by Joannes Janssonius. In: Imago Mundi, Vol. 17. (1963), pp. 62-72, Nr. 11

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Jansson, Jan *1588-1664* ; Tavernier, Melchior

Maßstab : [Ca. 1:160.000]

Erschienen: Amstelodami//Amsterdam : Joannes Janssonius ; Paris : Melchior Tavernier, [um 1636]

Anmerkungen :

Größe der Abbildung : 48 x 35 cm

Größe des Blattes: 57,5 x 49,5 cm

Zustand : sehr gut und dekorativ

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Johann Janssonius (* 1588; † 1664; eigentlich Jan Jansson) war ein niederländischer Kartograph und Verleger.

Janssonius führte auch die Herausgabe der Atlanten von Mercator-Hondius fort. Im Jahre 1612 heiratet er die Tochter Elisabeth von Jodocus Hondius (1563-1612). Da Hondius der Eigentümer der Druckplatten von Mercator war, arbeiten sie zusammen, nach Jodocus Hondius' Tod mit seinen Söhnen Jodocus II und Henricus, an neuen Ausgaben des Atlasses von Mercator. 1633 erfolgte die Herausgabe des zweiten Bands des Atlasses. Dieser wird häufig bezeichnet als Mercator-Hondius-Janssonius. Das bedeutendste Werk von Jan Janssonius ist der Atlas "Theatre du Monde" oder „Novus Atlas“, veröffentlicht 1639 in drei Bänden. Durch die ständigen Ergänzungen hat der Atlas im Jahre 1662 elf Bände. Er entwickelte sich zum schärfsten Konkurrenten von Blaeus "Atlas Major".

Nach dem Tod von Jansson wurde die Gesellschaft von seinem Schwager Waesberg weiter geführt. 1694 wurden die Druckplatten von Janssonius von Peter Schenk (ca. 1645-1715) erworben.

(Wikipedia)