Jaillot , Alexis-Hubert : La Lorraine ( Lothringen ) / Mosel / Rhein (1695)

 

Original Kupferstich von Sanson bei Alexis-Hubert Jaillot, gestochen von Cordier, aus dem Jahre 1705.

Die großmaßstäbliche Karte zeigt Lothringen, den Lauf der Mosel von der Quelle bis Traben-Trabach, den Rhein von Höhe Mulhouse bis zur Neckarmündung mit Breisgau, Ortenau und der Pfalz.

Das Gebiet wird begrenzt durch Luxemburg / Traben-Trabach (Norden), Ladenburg / Villingen / Donaueschingen (Osten), Mulhouse (Süden) und Reims (Westen).

Oben rechts figürliche, mit Jagdszenen geschmückte Titelkartusche "La Lorraine : qui comprend Les Duchés De Lorraine et De Bar Et Les Balliages Des Eveschés Et Des Villes De Metz, Toul, Et Verdun ; Avec Privilége du Roy / Par le Sr. Sanson ".

Unten links barocker Meilenanzeiger (Mille Pas Geometriques, ou Milles d'Italie, Lieües Communes de France, Lieües Communes d'Allemagne, Grandes Lieües d'Allemagne).

Darunter Stechervermerk "Cordier Sculpsit. S. f.". Mit Suchnetz.

Vgl.
Mireille Pastoureau, Les Atlas Imprimés en France avant 1700. In: Imago Mundi, Vol. 32. (1980), pp. 45-72.

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Sanson, Guillaume * 1633-1703* ; Cordier, Louis ; Jaillot, ...

Maßstab : [Ca. 1:590.000]

Erschienen: Paris : Iaillot, 1695

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 64 x 45 cm

Größe des Blattes: 77,5 x 52,5 cm

Zustand : sehr gut

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Nicolas Sanson, der Ältere (* 20. Dezember 1600 in Abbeville, Frankreich; † 7. Juli 1667 in Paris)

war ein französischer Kartograph. Seine Vorfahren stammten aus Schottland. In den Jahren 1618 bis 1667 schuf Sanson etwa 300 einzelne Karten sowie Atlanten und illustrierte Texte.

Seine Arbeit wurde von seinen Söhnen Nicolas Sanson (* 1626 Schottland; † 27. August 1648 in Paris), Adrien Sanson († 1708) und Guillaume Sanson († 1703), seinem Neffen Pierre Duval (* 1619; † 1683), seinem Enkel Pierre Moulard Sanson († 1730) und Gilles Robert de Vaugondy (* 1688; † 1766) fortgeführt.

(Wikipedia)

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Alexis Hubert Jaillot, ( * 1632 in Avignon, + 1712 in Paris), Königlicher Geograph und Kupferstecher

Jaillot folgte im Jahre 1657 seinem älteren Bruder Piere Simon nach Paris. Seit 1664 war er dort Schüler an der Akademie St. Lukas. 1665 war er bereits „sculpteur du roi“. Nach der Eheschließung mit der Tochter des hauptsächlich Landkarten kolorierenden und vertreibenden Kupferstichhändlers Nicolas Berey widmete er sich ausschließlich der Geographie und dem Kartenstechen. Seit 1678 durfte er sich „sculpteur et géograph ordinaire du roi“ nennen. In den Jahren 1668 bis 1699 gab er die nach Zeichnungen der Sansons (Vater und Söhne) hergestellten „Quatre parties du monde“ heraus. 1681 erschien der „Atlas nouveau“, später erweitert als „Atlas francais“ (2 Bände), der Ludwig IX. gewidmet war. Ferner veröffentlichte er das Seekartenwerk „Le Neptune Francais ...“, 1693.

Seine Karten wurden als besonders schön, genau und handlich sehr geschätzt.

(Hans Harms)