Robert de Vaugondy , Didier : Carte De La Lorraine et Du Barrois (1756)

 

Original grenzkolorierter Kupferstich von Didier Robert de Vaugondy aus dem Jahre 1756, gestochen von Marie Catherine Haussard, erschienen im Atlas Universel.

Die großmaßstäbliche Karte zeigt die Provinzen Lothringen und Barrois in Nordostfrankreich. Im Zentrum Nancy, im Kartenbild Thionville, Metz, Verdun und Epinal. Oben rechts Teile des Saarlandes.

Üppige Titelkartusche mit floraler Verzierung, Krone, Zepter und wissenschaftlichen Instrumenten unten links "Carte De La Lorraine et Du Barrois : dans laquelle se trouvent La Généralité De Metz et Autres Enclaves ; Dressée pour la lecture du Mémoire de M. Durival l'ainé ; [gewidmet:] Au Roy De Pologne, Duc De Lorraine Et De Bar ; Avec Privilége / Par Robert De Vaugondy. M. C. Haussard ". Darüber ein mächtiger, den Kopf eines Stieres und ein Wappen tragender Adler.

Meilenanzeiger oben rechts (Mille Pas Géometriques, Grandes Lieues de France, Lieues communes d'Allemagne).

Erläuterungen oben links.

Graphische Darstellung der Verwaltungsstruktur beider Provinzen unten rechts.

Vgl.
Mary Sponberg Pedley, New Light on an Old Atlas: Documents concerning the Publication of the "Atlas Universel" (1757). In: Imago Mundi, Vol. 36. (1984), pp. 48-63.
Mary Sponberg Pedley, The Subscription List of the 1757 Atlas Universel: A Study in Cartographic Dissemination. In: Imago Mundi, Vol. 31. (1979), pp. 66-77

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Robert de Vaugondy, Didier

Maßstab : [Ca. 1:400.000]

Erschienen: [Paris], 1756

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 59 x 48 cm

Größe des Blattes: 65 x 54 cm

Zustand : sehr gut

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Robert de Vaugondy, Gilles , (* 1688; † 1766), war ein französischer Kartograph.
Er erbte das kartographische Material seines Onkels P.M. Sanson, das er ausnutzte und durch den Ankauf des Nachlasses von Jaillot ergänzte. Er gab einen kleinen Atlas (1748) heraus und zusammen mit seinem Sohn Didier, (* 1726; † 1786), im Jahre 1752 einen großen Atlas.
(Leo Bagrow / R.A. Skelton)

Didier Robert de Vaugondy (* 1723 in Paris; † 1786) war Geograph des französischen Königs Ludwig XV. und des Herzogs von Lothringen, Beiträger zur Encyclopédie und königlicher Zensor.
Robert wurde 1723 in Paris geboren und lernte bei seinem Vater, dem königlichen Geographen Gilles Robert de Vaugondy (1688-1766). Als Neunzehnjähriger veröffentlichte er bereits eine Neuauflage der Tables méthodiques seines berühmten Urgroßvaters, dem „Vater der französischen Geographie“ Nicolas Sanson (1600-1667). Zusammen mit seinem Vater Gilles und weiteren Bearbeitern arbeitete er an der Géographie sacrée et histoire de l'Ancien et du Nouveau-Testament, die 1747 in Paris erschien. 1752 schuf er im Auftrag Ludwigs XV. einen Erd- und einen Himmelsglobus. Unter den in den folgenden Jahren geschaffenen kartographischen Arbeiten ragt der 1757 erschienene und gemeinsam mit seinem Vater herausgegebene Atlas universel heraus.
Zu dem im selben Jahr veröffentlichten siebten Band der Encyclopédie trug Robert insgesamt drei Artikel bei, von denen vor allem der Artikel Globe (dt. „Globus“) durch seine detaillierte und exakte Beschreibung der Globusherstellung erwähnenswert ist. Nach dem Skandal um d'Alemberts Artikel Geneve und dem Entzug des königlichen Privilegs zog sich Robert - wie auch eine Reihe anderer Autoren - von der Mitarbeit an der Encyclopédie zurück.
In den verbleibenden siebenundzwanzig Jahren seines Lebens schuf Robert weitere Werke zur Geographie und zahlreiche Karten, die er in seinem Geschäft am quai de l'Horloge in Paris verkaufte. Er schuf Karten für Montesquieus Esprit des lois, für Buffons Histoire naturelle und für Brosses Histoire des navigations aux termes australes. James Cook, der die für Brosses angefertigten Karten auf seine Reisen mitnahm, äußerte sich zufrieden über sie.
(Wikipedia)