Homann , Johann Baptist : Motus In Coelo Spirales (1716)

 

Original Kupferstich von Johann Gabriel Doppelmayr bei Johann Baptist Homann aus dem Jahre 1716.

Zur Datierung der Karte vgl. Sandler, S. 59 Nr. 46. Sie wurde erstmals 1712 in Homanns "Atlas von hundert Charten" veröffentlicht und erschien ein weiteres Mal in seinem "Grossen Atlas" (1716). 1742 erschienen Doppelsmayrs Himmelskarten dann zusammengefaßt in einem Himmelsatlas. Man beachte das Druckprivileg.

Die schöne, altkolorierte Himmelskarte zeigt in der Mitte die vorausgesagte Jahreslaufbahn von Venus und Mercurius in den Jahren 1712 und 1713, rechts die Datumslaufbahnen und links die Erdentfernungen.

Oben links und rechts Diagramme, unten links und rechts Kartuschen mit Figuren-Erklärungen.

Über der Abbildung Kopftitel "Motus In Coelo Spirales : Quos Planetae inferiores Venus et Mercurius secundum Tychonicorum Hypothesin exhibent, pro exemplo ad annum Christi praecipue 1712 et 1713 ; Cum Privilegio Sac. Caes. Maiestatis / Geometri`ce descripti a Ioh. Gabriele Doppelmaiero Mathem. Prof. Publ. operâ Ioh. Baptistae Homanni".

Mit Druckprivileg, das kaiserliche Druckprivileg erhielt der Verlag Homann erstmals am 14. Juni 1729.

Zum Druckprivileg vgl. Diefenbacher, S. 261.

Vgl.
SANDLER, C., Johann Baptista Homann, die Homännischen Erben, Matthaeus Seutter und ihre Landkarten. Beiträge zur Geschichte der Kartographie, S. 59 Nr. 46
Markus Heinz, A Research Paper on the Copper-Plates of the Maps of J. B. Homann's First World Atlas (1707) and a Method for Identifying Different Copper-Plates of Identical-Looking Maps. In: Imago Mundi, Vol. 45. (1993), pp. 45-58
Markus Heinz, A Programme for Map Publishing: The Homann Firm in the Eighteenth Century. In: Imago Mundi, Vol. 49. (1997), pp. 104-115.
Diefenbacher / Heinz / Bach/ Bach-Damaskinos (Hrsg.), "auserlesene und allerneueste Landkarten". Der Verlag Homann in Nürnberg 1702-1848. Stadtarchiv Nürnberg. Stadtmuseum Fembohaus. Nürnberg 2002.
Bellevue auf die Welt - 150 Jahre Kartenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin. Katalog der Ausstellung in der Staatsbibliothek zu Berlin, 25.01. - 20.02.2010, S. 20

 

Angaben zur Landkarte im Überblick:

Verleger / Kupferstecher: Doppelmayr, Johann Gabriel *1671-1750* ; Homann, Johann Baptist *1664-1724*

Maßstab :

Erschienen: Noribergae//Nürnberg//, s.a. [nach 1716]

Anmerkungen : Original Kupferstich

Größe der Abbildung : 57 x 49 cm

Größe des Blattes: 63,5 x 55 cm

Zustand : sehr gut und dekorativ

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Vergrößerung - Rückseite - Darstellung in höherer Auflösung

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Johann Gabriel Doppelmayr (* 27. September 1677 in Nürnberg; † 1. Dezember 1750 in Nürnberg) war ein deutscher Astronom.

Doppelmayr studierte in Altdorf und Halle an der Saale und wurde später Professor für Mathematik in Nürnberg

1710 wurde er Direktor der Eimmartschen Sternwarte in Nürnberg. Sein berühmtestes Werk ist die 1730 erschienene Historische Nachricht von den Nürnbergischen Mathematicis und Künstlern. Zu seinen Lebzeiten war er vor allem als Mathematiker bekannt. Er gab wichtige Werke zur Instrumentenkunde heraus und übersetzte er einige Fachbücher ins Deutsche. Ab 1728 baute er zusammen mit Johann Georg Puschner Erd- und Himmelsgloben. 1742 erschien sein Neuer Himmelsatlas, in dem auf prächtigen Karten das astronomische Wissen seiner Zeit zusammengefasst ist.

(Wikipedia)

 

Angaben zum Kupferstecher / Verleger:

Johann Baptist Homann (* 20. März 1664 in Oberkammlach, heute Teil von Kammlach im Landkreis Unterallgäu; † 1. Juli 1724 in Nürnberg) war ein deutscher Kartograph, Verleger und Kupferstecher.

Das Geburtsdatum von Johann Baptist Homann war lange Zeit nicht sicher zu ermitteln. Eine jüngst aufgefundene amtliche Bestätigung, die sein Vater eingeholt hatte, fand sich jüngst im Staatsarchiv Nürnberg. Damit ist das Geburtsdatum 20. März 1664 eindeutig belegt. Homann wurde zunächst in einer Jesuitenschule erzogen, trat aber dann zum Protestantismus über und wurde 1687 Notar in Nürnberg. Bald jedoch wandte er sich dem Kupfer- und Landkartenstich zu.

Im Jahr 1702 gründete er einen Handel und einen Verlag für Kartographie in Nürnberg, der zahlreiche Globen und Karten publizierte. Homann lieferte etwa 200 Karten, darunter den Großen Atlas über die ganze Welt in 126 Blättern (1716) und den Atlas methodicus (1719) in 18 Blättern. Bekannt wurde seine Phantasiekarte accurata tabulae utopiae vom Schlaraffenland nach der fiktiven Reisebeschreibung Johann Andreas Schnebelin. Daneben fertigte er auch Armillarsphären und andere mechanische Kunstwerke.

Homann unterbot die Preise der holländischen und französischen Verleger und wurde im Deutschland des 18. Jahrhunderts der bedeutendste Herausgeber von Landkarten und Atlanten. Seine Karten waren mit reichem künstlerischem Beiwerk sowie historischen und ethnographischen Abbildungen ausgestattet.

Im Jahr 1715 wurde Homann zum Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin gewählt und auch zum kaiserlichen Geographen am Hof Karls VI. ernannt.

Er arbeitete sehr eng mit dem schon damals bekannten Nürnberger Kupferstecher Christoph Weigel (1654-1725) zusammen.

Johann Baptist Homann starb am 1. Juli 1724. Sein Unternehmen ging auf seinen Sohn Johann Christoph Homann (1703-1730) über. Er setzte seine beiden Geschäftsführer, Johann Georg Ebersberger (oder Ebersperger) und Johann Michael Franz zu Erben der Handlung ein. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen unter dem Namen „Homannsche Erben“ fortgeführt und erlosch erst 1848 mit dem Tod des letzten Besitzers Christoph Franz Fembo.

(Wikipedia)